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Muschelessen : Muscheln: Schon bei den Wikingern begehrt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Muschelfisch und Muschelgenießer veranstalteten an der Schleuse Südwesthörn ein Muschelessen. Peter Ewaldsen von der Erzeugerorganisation der Muschelfischer gab professionelle Erläuterungen über das „Schwarze Gold“.

Bei einem nicht alltäglichen Event an der Schleuse Südwesthörn verbanden sich Genuss und Information auf angenehme Weise miteinander. 70 Einheimische und Urlauber fanden sich zu einem Muschelessen hinterm Deich ein. Bei Peter Ewaldsen, dem Vorsitzenden der Erzeugerorganisation Schleswig-Holstein der Muschelfischer, rannte Organisatorin Kerstin Boysen offene Türen ein. Und auch der Deich- und Haussielverband Südwesthörn-Bongsiel (DHSV) unterstützte das Muschelkochen im Schleusengebäude.

Oft werden einheimische Produkte erst in der Fremde als Bereicherung für die eigene Küche erkannt. So etwa geht es auch der Miesmuschel (Mytilus edulis), die von Gourmets in den Benelux-Staaten und Frankreich als Delikatesse geschätzt wird. „Wir wollen sie auch bei uns heimisch und Urlaubern bekannt machen“, erklärte Kerstin Boysen. Peter Ewaldsen gab professionelle Erläuterungen über das „Schwarze Gold“ des nordfriesischen Wattenmeeres, wie man die häufigste im Wattenmeer vorkommende Muschelart auch nennt, die schon von den Wikingern wegen ihres Eiweiß- und Jodgehalts geschätzt wurde.

Neben der Bereicherung der Speisekarte hat sie auch eine wichtige natürliche Eigenschaft, indem sie bei der Nahrungsaufnahme zur Filterung und Klärung des Nordseewassers beiträgt. Eine Muschel filtert stündlich vier Liter Wasser. Den an der Schale hängenden so genannten moosartigen Byssusfäden verdankt sie auch ihren Namen. Denn: Moos hieß auf Mittehochdeutsch Mies.

Das klassische Rezept zur Zubereitung der Miesmuschel ist einfach: Sie wird in einer aus Porree, Sellerie, Möhren und Zwiebeln bestehenden Gemüsesuppe gekocht und heiß serviert. Zur Muschel wird in der Regel Brot gegessen und Bier oder Wein getrunken.

Auf Südwesthörn kochte mit Marianne Springer, Dirk Lippert und Friedrich Alfing ein bewährtes Team.

 

 

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erstellt am 26.Aug.2013 | 10:03 Uhr

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