Müllvermeidung: Klixbüll plant Tausch-Stelle

Noch Brauchbares soll künftig für Interessenten zugänglich sein

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11. Dezember 2014, 15:04 Uhr

Müllvermeidung, Windkraft und der Haushalt: Damit beschäftigte sich die Gemeindevertretung Klixbüll auf ihrer jüngsten Sitzung. Gemeindevertreter Hauke Harder bekundete, Gespräche mit der Abfallwirtschaftsgesellschaft Nordfriesland hätten ihn bewogen, sich an einem geplanten Müllvermeidungsprojekt zu beteiligen. Dieses sieht vor, dass in den Gemeinden und deren Umland Plätze zur Verfügung gestellt werden, an denen noch brauchbare oder mit geringem Aufwand instandzusetzende Geräte abgestellt und von Interessenten abgeholt werden können.

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft habe zugesagt, für die Schaffung der erforderlichen Räumlichkeiten gegebenenfalls einen Zuschuss zu gewähren. Hauke Harder erklärte sich bereit, den Platz unter seinem Carport (Hauptstraße 104) zur Verfügung zu stellen und als „Kümmerer“ die Abwicklung des Warenaustauschs im Auge behalten zu wollen. Bei einer Enthaltung stimmte die Gemeindevertretung diesem Vorschlag zu.


Erhöhung der Geldbestände um 138  871 Euro


Beim Abschluss des Haushaltsjahres 2013t galt es, die angefallenen Haushaltsüberschreitungen im Gesamtbetrag von 139  401 Euro zu genehmigen. Die größten Mehrausgaben waren laut Dirk Friedrichsen, Vorsitzender des Finanzausschusses, bei den Schulkostenbeiträge entstanden, zum Beispiel für die sozialpädagogische Betreuung an der Grundschule (23  000 Euro), für die Regionalschule Niebüll (15  000 Euro) und die FPS Niebüll (4579 Euro). Beim Betrieb des Freibades Klixbüll waren über- oder außerplanmäßige Ausgaben von 12  404 Euro angefallen. Die Stromversorgung und Unterhaltungskosten der Straßenbeleuchtung schlugen mit zusätzlichen 8006 Euro zu Buche.

Wie Dirk Friedrichsen sodann mitteilte, schloss die Ergebnisrechnung 2013 mit einem Jahresüberschuss von nur 260,43 Euro ab. Aus der Finanzrechnung ergibt sich eine Erhöhung der Geldbestände um 138  871 Euro, obgleich man mit einer Minderung um 97  000 Euro gerechnet hatte. Somit erfolgte eine Besserstellung der Finanzmittel um 235  871 Euro auf 599  700 Euro. Die Bilanzsumme sank von 4  351  062 Euro auf 4  218  002 Euro. Das Eigenkapital der Gemeinde stieg auf 944  886 Euro an. Ein Jahresüberschuss in Höhe von 260,43 Euro wird der Ergebnisrücklage zugeführt.


Repowering-Projekt südlich des Schanzenweges


Da die Klixbüller Energie GmbH&Co.KG ein Repowering-Projekt starten möchte, beschloss die Gemeindevertretung einstimmig die Aufstellung der 11. Änderung des bestehenden Flächennutzungsplanes für das Gebiet südlich des Schanzenweges und der Grenze zur Gemeinde Bosbüll, nördlich der Grenze zur Stadt Niebüll und östlich der Bahnstrecke Niebüll-Süderlügum. Die Planung verfolgt das erklärte Ziel, „die rechtlichen Voraussetzungen für das Repowern von Windenergieanlagen zu schaffen.“

Ebenfalls einstimmig erfolgte der Beschluss, zur Schaffung der Voraussetzungen für die Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) südlich und östlich der Grenze zur Gemeinde Bosbüll, nördlich der Grenze zur Stadt Niebüll und westlich des Koogweges beim Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein ein Zielabweichungsverfahren zu beantragen. Alle im Zusammenhang mit diesem Verfahren entstehenden Kosten sind von den Investoren zu tragen.

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