Mückenalarm

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20. September 2013, 00:33 Uhr

Den ganzen Sommer über hatte eine Leserin bei offenem Fenster geschlafen – problemlos. Erst seit ein paar Tagen aber, mit Eintritt des Dauerregens, wird sie nachts von Stechmücken heimgesucht und geplagt. Warum denn ausgerechnet jetzt, fragte sich die Dame und suchte im Biobuch nach einer Antwort. 50 Mückenarten gibt es in Deutschland – und einige von ihnen gehören zu den „Überflutungsmücken“. Dies sind demnach keine eigenen Unterarten, sondern Mücken aus Eiern, die vor Monaten oder Jahren in Tümpeln, Pfützen oder Senken abgelegt wurden und bei dem starken Regen nun schlüpfen konnten. Um aber ebenfalls schleunigst Eier abzulegen, benötigen sie viel Eiweiß, das sie sich aus dem Blut der Mensch (und Tiere) holen. Nun aber die gute Nachrichten: Eine Mücke wird nicht älter als sechs Wochen und schafft es höchstens noch ein paar Tage in den Herbst. Spätestens Mitte Oktober hat es sich dann hoffentlich ausgestochen, und die Leserin kann nachts wieder ruhig schlafen.

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