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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 20:18 Uhr

Wettrennen : Motocross: Kampf der Maschinen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Beim 12. Fatz-Cup des Motorsport Club Südtondern gingen 80 Rennfahrer an den Start – darunter auch viele Frauen

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 00:00 Uhr

Der Fatz-Cup des Motorsport Club Südtondern (MSC) im ADAC ging mit einer Änderung los. Er konnte witterungsbedingt nicht auf dem gewohnten Platz stattfinden. Doch mit dem Hansen-Gelände am Fuß der Windmühlen in Braderup hatten die Veranstalter spontan ein ideales auf einem Sandhügel gelegenes Areal gefunden, wie der erste Vorsitzende Stefan Schartau berichtete. Der Verein zeigte sich dem Grundstücksbesitzer dafür auch sehr dankbar und nach zwei-monatiger Planungsarbeit hatte man innerhalb einer Woche mit einem 15-köpfigen Helfer-Team eine gut 1000 Meter lange rasant zu fahrende Rennstrecke mit aufgebauten Hügeln geschaffen. „Wir sind schon ein eingespieltes Team in dem jeder weiß, was er zu tun hat“, freute sich der Vereinsvorsitzende des MSC mit seinen rund 130 Mitgliedern. Darunter auch 20 Kinder und Jugendliche ab fünf Jahre. Aushängeschilder des MSC, oder auch VIPs wie sie im Verein genannt werden, sind die Spitzenfahrer Annika Richter (14), Cedric Keil (15) und Andreas Rogge (17), die aber allesamt wegen ihrer überregionalen Erfolge nicht beim Fatz-Cup mitfahren dürfen.

Aber mit der Resonanz der Teilnehmer zeigte man sich sehr zufrieden, denn es gingen über 80 Rennfahrer an den Start, darunter 25 Kinder und mehrere Frauen. Die Starter im Alter von sechs bis 66 Jahren kamen aus dem gesamten Schleswig-Holstein und sogar aus Dänemark. Einige waren schon tags zuvor angereist und übernachteten in ihren Wohnmobils. Am Renntag selbst ging es schon früh morgens mit der Anmeldung und technische Abnahme der Maschinen los. Anschließend folgte dann die Fahrerbesprechung sowie das Pflichttraining für alle Rennklassen nach einander. Schon zum ersten Start der Nachwuchsfahrer der Klasse SX 50, auf ihren 50 Kubikzentimeter Maschinen auf der kleinen Bahn, hatten sich zahlreiche Motorsport begeisterte Zuschauer eingefunden. Die Kids zeigten für ihr Alter schon ein beachtliches fahrerisches Können. Die Erwachsenen waren je nach Leistungsstand in verschiedenen Rennklassen aufgeteilt. Dabei waren von der 17 PS starken 65 Kubikzentimeter Zweitakter-Maschine, über 125 ccm (37 PS) und 250 ccm (50 PS) bis zum 50 PS starken 450 ccm Viertakter-Motorcrossrad alles dabei. „Wer richtig fahren kann, braucht nicht viel Leistung“, stellte Stefan Schartau das fahrerische Können der Starter auf den unterschiedlichen Cross-Maschinen in gleichen Leistungsklassen in den Vordergrund.

Teufelskerle waren bei den Rennen auch die Piloten auf ihren Quads. Ab der Leistungsklasse 2 mussten die Teilnehmer in einem sogenannten Le Mans-Start beginnen. Dabei stehen die Motorräder in einer Reihe jeweils auf Holzständer. Nach dem Startschuss laufen die Fahrer zu ihren Maschinen und starten diese. Dabei wurden Elektro-Starter fairerweise nicht benutzt.

Vom Start bis zum Ziel bekamen die Zuschauer rasante und spannende Rennen geboten. Jeder Lauf dauerte 15 Minuten plus zwei Runden. Da aber zwischendurch auch mal kräftige Regenschauern einsetzten, wurde die Piste von Rennen zu Rennen an einigen Stellen immer tiefer. So blieben die Cross-Maschinen in einer Kurve dann auch schon mal stecken.

So auch bei der Einführungsrunde von Kerstin Schwerin aus dem heimischen Braderup, der Ehefrau des bekannten mehrfachen norddeutschen sowie dänischen Cross-Meisters und Vorsitzenden des MCC Ahrenshöft, Heinzi Schwerin, in der Klasse L 3. Sie konnte ihr Renngefährt dort nicht mehr selbst fortbewegen und musste es stehen lassen. Aber der Ehemann lief sofort dazu, befreitet die Maschine und fuhr sie mit seiner Frau als Sozius zurück an den Start, wo dann wieder alles gut verlief.

Am Ende des Renntages zeigten sich die Veranstalter sehr zufrieden. Der bereitstehende Rennarzt aus Hamburg und die Helfer vom DRK Niebüll brauchten nicht eingreifen. In der Nachwuchsklasse erhielten die jeweils fünf Erstplatzierten Pokale und alle Kinder Medaillen und Naschi-Tüten während es in den übrigen Rennklasse für die Erstplatzierten Pokale gab.

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