Modernes Smart-Board statt Tafel

Bald wird  in Leck moderner unterrichtet:  Lehrerin Sabine Rahn-Andrews an der klassischen Tafelwand.
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Bald wird in Leck moderner unterrichtet: Lehrerin Sabine Rahn-Andrews an der klassischen Tafelwand.

Grundschule an der Linde wird als erste Schule in Südtondern komplett mit einem Computer-Schultafelsystem ausgestattet

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12. Juli 2014, 05:00 Uhr

Gehören Schiefertafel und Kreide bald der Vergangenheit an? Nicht ganz: In der Grundschule an der Linde bleiben die grünen Tafeln in den Gruppenräumen hängen, in den Klassenzimmern aber hält neueste Technik Einzug. Die Politiker stimmten während der Gemeindevertretung dem Kauf von insgesamt zehn Smart-Board-Systemen zu. Die erforderlichen Haushaltsmittel erhöhen sich um 20 000 Euro.

Die Entscheidung drängte, deshalb wurde kurz vor der Sommerpause noch eine Gemeindevertretersitzung auf den Plan gesetzt. Schließlich werden die rund 200 Schüler aus dem derzeitigen „Containerdorf“ nach den Sommerferien wieder in das sanierte Grundschulgebäude umziehen – und dann soll das digitale System installiert sein.

Die Grundschule ist die erste Schule in Südtondern, die komplett mit den großen Computerbildschirmen mit Touchscreen-Oberfläche ausgestattet wird. In anderen Schulen, wie beispielsweise der Gemeinschaftsschule an der Lecker Au, gibt es bereits einige Smart-Board-Systeme. Grundschulleiter Jan Lietzau freut sich über die Neuerung: „Das bietet eine viel bessere Qualität. Man kann jede Lineatur darauf projizieren, die Schüler können mit dem Finger oder mit geeigneten Stiften darauf schreiben.“ Als Riesenvorteil sieht er, dass die Tafelbilder gespeichert und, wenn nötig, wieder aufgerufen werden können.

Auch die Kommunalpolitiker ließen sich überzeugen: Alle Möglichkeiten eines PCs sind auf die elektronische Tafel übertragbar, somit werden Overheadprojektoren, CD-Spieler, Karten usw. überflüssig – und Kreide auch. Tafelbilder können von zu Hause vorbereitet, Schulbuchseiten zu Erklärungszwecken abgebildet und Tafelbilder ausgedruckt oder per Mail an kranke Kinder gesendet werden – und noch viel mehr.

Real kosten die zehn Smart-Boards 40 000 Euro. Bereits im Haushalt eingestellt waren 10 000 Euro für die Anschaffung von „klassischen Wandtafeln“ und 10 000 Euro wurden frei, weil Sponsoren andere Projekte an der Schule unterstützten. Der Freundeskreis macht unter anderem 3 000 Euro locker für die Schulbibliothek. Somit belaufen sich die Mehrkosten nur auf 20 000 Euro.

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