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Amt plant Anschaffung für Polizei : Mobiles Lasergerät soll Raser stoppen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Haupt- Und Finanzausschuss des Amts Südtondern will mit einem Geschwindigkeitsmessgerät für mehr Sicherheit sorgen.

Bisher ist es für die Raser relativ entspannt: Zwei bis drei Tage im Monat leihen die hiesigen Polizisten ein Lasermessgerät bei den Kollegen aus Husum aus, um damit Südtonderns Schnellfahrer zu Leibe zu rücken. Demnächst aber könnte sich die Taktung ändern. Damit künftig öfter kontrolliert werden kann, stimmte der Haupt- und Finanzausschuss des Amtes Südtondern in seiner jüngsten Sitzung dem Beschlussvorschlag zu, ein 6700 Euro teures mobiles Lasergerät anzuschaffen und der Polizei in Niebüll und Leck zur Verfügung zu stellen.

Hintergrund dieser zur Beratung stehenden Maßnahme ist, dass die Polizei an Orten wie Schulen, Kindergärten sowie bestimmten Unfallschwerpunkten für mehr Sicherheit sorgen will. Doch dafür reichen die bisher im Land vorhanden Lasergeräte nicht aus. „Die Kommune könnte nun einspringen und für die Beamten ein mobiles Gerät zur Verfügung stellen“, erklärt Frerk Matthiesen vom Amt Südtondern.

Von elf stimmberechtigten Ausschussmitgliedern stimmten acht den Beschlussvorschlag zu, drei dagegen. Ob das nötig sei, fragte Humptrups Bürgermeister Erich Johannsen, angesichts der personellen Engpässe bei der Polizei. Die „Manpower“ sei da, hieß es auf anderen Seite und der erzieherische Effekt gegeben. Wessen Kasse von der Ausgabe des Amts profitiere, wurde auch gefragt. Je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung – also ob Verwarnung oder Bußgeld: entweder seien es der Kreis oder das Land.

Der Vorteil solch eines Lasergeräts sei, dass es schnell aufgebaut, aber auch wieder abgebaut werden kann – beispielsweise wenn die Autofahrer gewarnt sind. Auch könne an Standorten gemessen werden, die für die großen Eso-Blitzanlagen zu klein seien. So werde das mobile Gerät vor allem in Wohngebieten und in Tempo-30-Zonen eingesetzt. Ein weiterer Vorteil vom sogenannten „Traffic Patrol“ sei auch, dass die Schnellfahrer von den Polizisten sofort angehalten und nicht erst Tage später per Post über ihr Fehlverhalten informiert werden. Ein direktes Gespräch der Beamten mit den Autofahrern führe erfahrungsgemäß eher zur Einsicht.

Ob das Lasergerät aber letztendlich tatsächlich angeschafft werden kann, wird sich voraussichtlich Mitte des Jahres rausstellen, wenn der Amtsausschuss tagt.

Weitere Themen aus dem Ausschuss

Zur Sprache kam ebenfalls das Thema Breitbandversorgung, vorgetragen von Amtsdirektor Otto Wilke und dem Leiter der Finanzabteilung, Oberamtsrat Carsten Thiesen, der mit seiner Kollegin Claudia Pastewka vom Nachbaramt für das Thema Breitbandversorgung zuständig ist. Danach sind in den Amtsbereichen Südtondern und Mittleres Nordfriesland von 24 000 möglichen Breitbandanschlüssen  5700 fertiggestellt und von diesen 4950 am Netz. Der Innenbereich der Kommunen soll spätestens 2020 komplett angeschlossen sein. Für den  Außenbereich wird nach Lösungen gesucht, nachdem ein Förderprogramm aus Berlin lockt. Bekanntlich wurde im vergangenen Jahr  das Limit, bis zum dem ein Anschluss kosten darf, auf 3500 Euro festgesetzt. Gefördert würden „draußen“ bis zu 50 Prozent der Kosten. Über die andere Hälfte wird noch nach Lösungen gesucht, für die es bereits konkrete Vorstellungen gibt.

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erstellt am 04.Feb.2016 | 05:30 Uhr

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