Mittelalterliches Treyben

frisia2

shz.de von
08. April 2015, 12:03 Uhr

Auf zum Frühlingsfest an der Klinkerstraße 4: Dort versammelten frühmittelalterlich gewandete Friesen zum 6. Mal, um ihre Saison zu eröffnen. Das Wetter blieb zwar trocken. Doch wehte ein unangenehm kühler Hauch über die Szenerie, auf der sich ein buntes „Treyben“ abspielte. Ein Flohmarkt mit „allerley Kram“ lockte. Für die Kinder wurde Stockbrot gebacken. Eine heiße Suppe erwärmte Leib und Seele. Und für Unterhaltung war auch gesorgt wie bei „Kubb-Turnier“, einer Art Wikinger-Schach, bei dem sich Vierer-Teams gegenüber standen und sich mit Glück und Geschick mühten, Holzfiguren in Form von Türmchen „umzuknüppeln“ – und zwar in deren Mitte den König zuletzt. Wer mochte, konnte sich an Pfeil und Bogen üben, Ton modellieren, dem Bernsteinkünstler zuschauen, ins Horn blasen oder aber nur den Lederer Helmut Grabow und dessen kunstvoll zu Doppelzöpfen geflochtenen Bart bewundern. Und außerdem gab es noch dies und das zu entdecken – auf Anwesen an der Klinkerstraße, wo das frühmittelalterliche Flair nur von neuzeitlichen Gefährten gestört wurde, die man Autos nennt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen