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Waren aus Nordfriesland kaufen : Mitstreiter für Regionalladen gesucht

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Südtonderns Produktvielfalt an einem Ort gebündelt: Dieses Projekt möchte Kirsten Grote verwirklichen / Träger soll ein ein Verein sein

Wo kann ich kaufen, was aus der Region kommt? Diese Frage stellte sich Kirsten Grote (55) aus Risum-Lindholm eines Sonnabends am Küchentisch, als sie ihre Einkaufsliste schrieb. Dabei fiel ihr auf, dass es in Südtondern zwar vereinzelte und meist weit voneinander entfernte Stellen gibt, die regionale Ware feilbieten; jedoch keinen Laden in zentraler Lage, der Angebote hiesiger Hersteller bündelt. Die Idee, einen „Regionalladen“ ins Leben zu rufen, war geboren.

Von saisonalem Gemüse über Wollsocken bis hin zur handgefertigten Keramik: Mit dem Projekt Regionalladen möchte die 55-Jährige einheimischen Herstellern aller nur denkbaren Dinge die Möglichkeit bieten, ihre Produkte professionell zu präsentieren – und natürlich auch zu verkaufen. Gleichzeitig sollen Kunden mit Bewusstsein und Wertschätzung für ihre Heimat ein vielfältiges Warensortiment an einem Ort vorfinden.

Träger des Regionalladens, dessen Name zunächst noch vorläufiger Natur ist, soll ein Verein sein. „Man könnte den Laden auch privatwirtschaftlich betreiben mit Businessplan und allem, was dazugehört. Aber ich glaube daran, dass so ein Projekt besser in der Region verankert sein wird, wenn mehrere Leute dahinterstehen und Ideen einbringen“, sagt Kirsten Grote. Einige potenzielle Unterstützer hat sie schon akquiriert, doch es dürfen gerne noch mehr werden: Zur Gründungsversammlung des Trägervereins am Sonnabend, 8. November, um 15 Uhr sind Interessierte willkommen. Wer sich bei Kirsten Grote unter der Handynummer 01577-3921797 meldet, bekommt dann den Treffpunkt der Gründungsversammlung mitgeteilt.

Bei diesem Treffen wird auch darüber informiert und diskutiert, was in dem Laden angeboten werden soll. Es kann im Grunde genommen alles feilgeboten werden, was in dieser Region hergestellt wird und was hier wächst. Es können Agrarprodukte sein, Köstlichkeiten für den Feinschmecker, Keramik, Handarbeiten, Malerei, Weberei, Fotografien, Kunst und Kunsthandwerk.

Der Laden soll offen für jedermann sein. Die Waren im Geschäft sollen nach Produkten geordnet sein – nicht nach deren Herstellern. Überdies soll der Laden auch Treffpunkt für Veranstaltungen sein, auf denen über „düt & dat“ informiert wird sowie Vorträge gehalten und Infos „gehandelt“ und ausgetauscht werden können, auch Kulturelles ist denkbar.

Der Name für den Regionalladen soll sich noch finden. Geschäftliches Ziel sind Kostendeckung und eine schwarze Null – und keinesfalls gewinnorientiertes Handeln. Pate bei der Idee standen auch heimatverbundene Gedanken. „Ich wünsche mir, dass das Projekt Strahlkraft für ganz Südtondern entwickelt und die Wertschätzung für die Region erhöht“, sagt die Initiatorin, die ihr Projekt gut erreichbar für alle Interessierten verorten möchte, am liebsten in Niebüll oder Leck. „Es wäre großartig, wenn wir Ostern 2015 öffnen könnten“, hofft Kirsten Grote. „Bis dahin liegt aber noch ein ordentliches Stück Weg vor uns.“

Kirsten Grote ist gebürtige Hamburgerin, in Bargteheide aufgewachsen und zur Schule gegangen, war bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH tätig und studierte an der Uni Flensburg Internationales Management (BA). Sie spricht Mooringer Friesisch, Hamburger Platt, Dänisch, Norwegisch und Englisch – und ist im Risum-Lindholmer Ortsteil Maasbüll zuhause.

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erstellt am 05.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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