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Nordfriesland Tageblatt

16. August 2017 | 23:54 Uhr

Mit Vorliebe für romantische Klänge

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Lauter Wonne, lauter Freude“: Sänger und Instrumentalisten begeisterten beim Weihnachtskonzert in der Enger Katharinenkirche

Advents- und Weihnachtsmusik verschiedenster Art präsentierten Künstler in wechselnder Besetzung beim Konzert in der Enger Katharinenkirche. Auf der Bühne standen die Sopranistin Rosemarie Arndt, der Gemischte wie auch der Männerchor des Gesangvereins „Eintracht Enge von 1888“. Auch das Blechbläser-Quartett aus Karin Tode und Karin Link (Trompeten), Ulrike Jürgensen (Tenorhorn) und Hans-Werner Jürgensen (Tuba) war dabei. Sie begeisterten die Zuhörer mit ihrem verhältnismäßig schlanken Klang. Ulrike Jürgensen überzeugte zusätzlich als virtuose Blockflötistin, Hans-Werner Jürgensen als Organist, Klavierbegleiter und souveräner Dirigent.

Zum Auftakt spielte er auf der Paschen-Orgel die Choralbearbeitung „Nun komm, der Heiden Heiland“ von Johann Sebastian Bach, die – anders als in seinem Weihnachtsoratorium – die Vorfreude auf Weihnachten nicht herausschmettert, sondern verhalten und nachdenklich stimmend zum Ausdruck bringt.

Das nachfolgende Gemeindelied „Macht hoch die Tür“ leiteten die Blechbläser mit einem fröhlich klingenden Satz von Manfred Schlenker sauber intonierend ein, bevor es – strophenweise wechselnd – mal vom Gesamtchor, mal von der Gemeinde zur Orgelbegleitung gesungen wurde. Nach dem gleichen Prinzip banden die Musiker die Zuhörer auch wenig später in das Musikgeschehen ein. So sangen Publikum und Chor die Lieder „Tochter Zion, freue dich“ , „Herbei, oh ihr Gläubigen und „Nun singet und seid froh“ gemeinsam.

Noch individueller aufgeschlüsselt wurde das von einem Vorspiel für Blockflöte und Klavier eingeleitete Adventslied „Es kommt ein Schiff geladen“: Je eine der vier Strophen des Liedes wurde vom Solo-Sopran, den Choristinnen, den Männerstimmen und der Gemeinde gesungen. Der Männerchor wartete mit drei Liedern auf, wobei er aus seiner Vorliebe für romantische Klänge keinen Hehl machte und sein Publikum daran teilnehmen ließ: „Maria durch ein’ Dorfwald ging“, „Heut’ kam ein Engel“ und „Heilige Nacht“.

Die klangschöne und feste Sopranstimme von Rosemarie Arnd kam bei zwei von der Orgel begleiteten geistlichen Liedern von Max Reger und dem in gleicher Besetzung zart vorgetragenen „Ave Maria“ von Giulio Caccini voll zur Geltung. Dabei bot Hans-Werner Jürgensen als Begleiter der Sängerin eine sichere Stütze. In extreme Tonhöhen klettern musste die Solistin bei der Weihnachtsarie „Lauter Wonne, lauter Freude“ von G. F. Telemann. Auch hier meisterte sie die schwierigen Passagen makellos. Die sie begleitende Blockflötistin und der Organist wussten ebenfalls ihre Zuhörer zu fesseln. Bei der Interpretation des Liedes „Drei Könige wanderten aufs Morgenland“, das Peter Cornelius auf den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ quasi „draufkomponierte“, spielten die Blockflöte und das Klavier als begleitende Instrumente den Choralsatz.

Das Blechbläserensemble präsentierte sich in Hochform, als es den vom Felix Mendelssohn-Bartholdy geschaffenen Satz „Hark the Angels“ spielte.

Am Ende war der Applaus des Publikums so laut und langanhaltend, dass die Musiker sich zu einer Zugaben hinreißen ließen.

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erstellt am 08.Dez.2016 | 12:01 Uhr

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