Mit viel Spaß Friesisch gelernt

Etwas aufgeregt waren die Friesenkinder schon bei den Auftritten vor ihren Familienangehörigen. Foto: hn
Etwas aufgeregt waren die Friesenkinder schon bei den Auftritten vor ihren Familienangehörigen. Foto: hn

Camp des Nordfriesischen Vereins für Kinder und Jugendliche

shz.de von
16. Juli 2013, 03:59 Uhr

Nordfriesland | Im traditionellen Sommercamp des Nordfriesischen Vereins im Jugend- und Sportlerheim in Enge-Sande hatten 39 Jungen und Mädchen zwischen 9 und 13 Jahren viel Spaß. Etliche von ihnen kamen das erste Mal mit der friesischen Sprache in Berührung - lernten Lieder, Gedichte und Sketche.

"Ich fand es unheimlich toll hier: das Basteln, Kochen und die Ausflüge, die waren richtig cool", schwärmte die zehnjährige Emmi Harner aus Langenhorn. Die gleichaltrigen Mädchen Jule Paulsen aus Bargum und Annika Schulze aus Enge-Sande antworteten unisono auf die Frage, was ihnen am besten gefallen hat: "Das Wikingerdorf in Dänemark." Das stand ursprünglich gar nicht auf dem Programm. Beim Blick auf die Wetterkarte hatte der Geschäftsführer des Nordfriesischen Vereins, Wolf-Rüdiger Konitzki, das Nachmittagsprogramm jedoch kurzerhand umdisponieren müssen. Neben dem Wikingerdorf bei Ribe standen auch Besuche des Multimar-Wattforums in Tönning und der Phänomenta in Flensburg auf dem Programm. Ein guter Tausch wegen zu wenig Sonne, der den Kindern Freude machte.

An den Vormittagen wurde Friesisch gelernt, gemalt, gebastelt, gesungen und die Abschlussveranstaltung vorbereitet. Schließlich galt es, vor Eltern und Verwandten mit Darbietungen und einem Musikprogramm in der neuen Sprache zu glänzen. Musikpädagogin Astrid Karstensen aus Bredstedt hatte mit der Gruppe Lieder einstudiert. Außerdem halfen die Kinder Betreuerin Silke Schütt beim Kochen, spielten Billard, Tischfußball und auch mal im Freien. Der Geschäftsführer hielt alles in Bildern fest, die er zum Abschied vorführte. Die Angehörigen waren höchst erstaunt, wie viel ihr Nachwuchs in kurzer Zeit gelernt hat.

Die neue Vorsitzende des Nordfriesischen Vereins, Gudrun Fuchs, war beeindruckt. "Ich freue mich, dass so viele Kinder mit so viel Spaß dabei waren." Ihr Dank galt nicht zuletzt der Gemeinde und dem Sportverein Enge-Sande für die kostenlose Bereitstellung der Räume. Die SV-Mitglieder Arne und Dirk Paulsen hatten sich sogar zur Verfügung gestellt, bei der Abschlussveranstaltung 120 Würste zu grillen.

"Telse Friedrichsen-Ertzinger, Jessica Zemke, Astrid Karstensen, Janine Jacobsen, Momme Thiesen und die beiden Studenten der Sozialpädagogik, Oluf-Nickels Friedel und Jens Karstens, haben mit viel Einfallsreichtum dafür gesorgt, dass weder Langeweile noch Heimweh eine Chance hatten", bedankte sich Wolf-Rüdiger Konitzki.

Bezuschusst wurde das Camp aus Mitteln der Bundesregierung für Minderheiten über den Friesenrat.

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