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Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 07:56 Uhr

Mit solider Finanzlage ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindevertretung stimmt Etat für 2014 zu / Einwohner fragen nach Breitband und der Zukunft des Rickelsbüller Hofes

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 16:08 Uhr

Das Zahlenwerk stimmte den Bürgermeister froh. „In dieser Gemeinde macht es Spaß, Bürgermeister zu sein“, erklärte Jörg Nissen nach der Verabschiedung des Haushalts 2014, den zuvor Sven Mathiesen (Amt Südtondern) erläutert hatte. Der Bürgermeister bezog sich darauf, dass der neue Etat ausgeglichen und die Gemeinde schuldenfrei ist.

Im Ergebnishaushalt ergeben Erträge und Aufwendungen ein Plus von 2200 Euro. Im Finanzplan ergibt die Gegenüberstellung von Ein- und Auszahlungen ein Minus von 167 000Euro, das jedoch aus den liquiden Mitteln (Stand heute 317 000 Euro) gedeckt werden kann. Ausgabenschwerpunkte sind unter anderem Schul- und Kindergartenkosten von 113 400 und 49 000 Euro, das Gemeindehaus und die Straßenunterhaltung mit 57 700 beziehungsweise 29 700 Euro. Ein neues Feuerwehrfahrzeug soll 175 000 Euro kosten. In die Gemeindekasse fließen Realsteuern von 245 200 Euro, ein Einkommensteueranteil von 128 600 sowie Schlüsselzuweisungen von 75 100 Euro. Die Steuerhebesätze (350 Prozent für Grundsteuern und 380 Prozent für die Gewerbesteuer) bleiben unverändert.

Für einen neuen Flächennutzungsplan fasste die Gemeindevertretung den Entwurfs- und Aufstellungsbeschluss. Mit dem eigenständigen Plan löst sich die Gemeinde aus dem gemeinsamen Flächennutzungsplan der sechs Wiedingharder Gemeinden heraus, der bereits 62 Änderungen aufweist.

In der Gemeinde wird vermehrt nach der Zukunft des Rickelsbüller Hofs gefragt. Das war auch in der Einwohnerfragestunde der Fall. Bürgermeister Nissen sah sich außerstande, Erklärungen dazu abzugeben. Er erinnerte daran, dass zwischen dem Pächter und dem Eigentümer/Vermieter ein Rechtsstreit anhängig ist. Eigentümerin ist die Gemeinschaft der sechs Gemeinden des ehemaligen Amtes – und deren Rechtsnachfolger das Amt Südtondern, das nach Ende des laufenden Verfahrens mitteilen wird, was Sache ist. „Ich kann jetzt wirklich nichts dazu sagen“, betonte Bürgermeister Nissen.

„Man hört auch nichts mehr übers Breitband“, klang ein weiteres Rodenäser Dauerthema an. Der Bürgermeister erklärte den gegenwärtigen „Stillstand“ bei der Breitbandgesellschaft mit temporären Problemen. Angeblich läge die Messlatte der Banken in punkto Sicherheiten zu hoch. Mitte Februar soll es nähere Informationen in einer Info-Veranstaltung geben. Nach den Worten des Bürgermeisters steht Rodenäs insoweit ungünstig da, als es in der Gemeinde keinen „lukrativen“ Anlagenbetreiber gibt. „Wir stehen in der Warteliste ganz hinten – und mit unserer Grenzlage quasi zwischen den Welten.“ Es wäre nach den Worten Nissens „ganz schlimm“, wenn es in Rodenäs einen Breitbandanschluss nicht gebe.


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