Rodenäs : Mit neuem Ausblick in die Zukunft

Freut sich über die neuen Fenster: Christoph Marschner.
Freut sich über die neuen Fenster: Christoph Marschner.

Die denkmalgeschützten Fenster der Rodenäser St. Dionysius-Kirche wurden restauriert.

shz.de von
04. Juni 2018, 06:00 Uhr

An die 70 Jahre mögen die alten Fenster in der Rosenäser St. Dionysius-Kirche wohl gewesen sein und da natürlich sehr marode sind sie jetzt endlich erneuert worden. Das heißt nur die sechs Fenster der Südseite, denn die beiden Fenster der Nordseite werden derzeit noch restauriert.

Dieses hat mit dem Denkmalschutz zu tun, wo vorgegeben ist, so viel alte Substanz wie möglich zu erhalten, wie Christoph Marschner, Vorsitzender des Rodenäser Kirchenvorstandes und derzeit auch ehrenamtlicher Küster erläuterte.

Deshalb sind auch teilweise die alten Scheiben wieder verwendet worden, um die besonderen Strukturen zu erhalten. Gemäß Auflagen der Denkmalpflege mussten die neuen Fenster die gleiche Form und Aussehen wie die bisherigen haben. Hier war also die Handarbeit von einer Rodenäser Tischlerfirma gefragt, wo die Fenster im vergangenen Herbst aus Eichenholz gefertigt wurden.

Die neuen Fenster haben auch wie bisher nur eine Einfachverglasung. „Das ist wegen der Luftzirkulation in der Kirche bewusst so gewollt“, erklärte Christoph Marschner.

Man hält dort so um die 72 Prozent Luftfeuchtigkeit, die auch keinen großen Schwankungen unterliegen darf, damit die wertvollen Einrichtungen wie Altar, Kanzel und ähnliches nicht darunter leiden.

Verfugt sind die Fenster mit original Muschelkalk, das sehr atmungsaktiv ist. Im Zuge der Maßnahme sind auch die Fußböden unter den Bänken in der Kirche abgeschliffen und neu versiegelt worden.

Der Kirchengemeinderat Rodenäs sei froh und dankbar, dass die Gesamt-Investitionskosten von rund 26 000 Euro zu etwa 80 Prozent aus dem Baufonds des Kirchenkreises Nordfriesland gefördert worden sind, sagte der Vorsitzende. Durch Kollekten bei mehreren Gottesdiensten konnte zudem der finanzielle Eigenanteil der Kirchengemeinde weiter reduziert werden.




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