Niebüll : Mit kleinen Schritten zu mehr Erfolg

Herbergsmutter und bald richtige Mutter:Sabrina Kosinska.  Foto: van
Herbergsmutter und bald richtige Mutter:Sabrina Kosinska. Foto: van

Seit 15 Monaten ist Sabrina Kosinska Herbergsmutter der Jugendherberge - und sie hat viele Pläne für 2013

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09. Februar 2013, 09:28 Uhr

Niebüll | Die Übernachtungszahlen sollen gesteigert werden - das ist nur eines der vielen Ziele, die sich Sabrina Kosinska, die Herbergsmutter der Niebüller Jugendherberge, für dieses Jahr gesetzt hat. Im Sommer sei die Herberge komplett ausgebucht, aber gerade in den Wintermonaten, wie jetzt im Februar, könne man deutlich mehr Gäste gebrauchen.

Mit speziellen Angeboten soll die Nebensaison in Niebüll attraktiver gemacht werden. "Ich habe Angebote für Familien entworfen, die darauf abzielen, gemeinsam Zeit zu verbringen", verrät Sabrina Kosinska. Im November gehöre dazu beispielsweise das gemeinsame basteln von Geschenken zu Weihnachten.

Über 30 Prozent der Übernachtungsgäste seien Familien, so dass die Herbergsmutter auch speziell hier nach weiteren Angeboten suche.

Seit 15 Monaten ist sie mittlerweile in ihrem Job tätig. In ihrem ersten Jahr habe sie zunächst kleine Veränderungen eingeführt. So ist beispielsweise die Frühstückszeit im Sommer von einer auf zwei Stunden verlängert worden. "Das ist für die Mitarbeiter eine große Entlastung, wenn nicht alle 120 Gäste auf einmal innerhalb einer Stunde frühstücken wollen", berichtet sie. Zudem sei der Donnerstag in der Saison als fester Grillabend eingerichtet worden. Auf der großen überdachten Terrasse könne auch bei Regen gegrillt und bei gutem Wetter der Sonnenuntergang über dem Deich genossen werden.

Im ersten Jahr sei sie aber weitestgehend erst einmal "richtig angekommen", habe das Haus und die Abläufe kennengelernt und könne diese nun Stück für Stück optimieren. Dabei helfen soll ihr unter anderem eine sechsmonatige Weiterbildung an einem Management-Kolleg in Betriebswirtschaft, Marketing, Personalwesen, Betriebshaftpflicht und Vertrieb, welche die 36-Jährige derzeit parallel zum Alltagsgeschäft absolviert.

Zudem arbeite sie momentan an der Erstellung von hausinternen Standards, die den Mitarbeitern als Leitfaden im Umgang mit den Gästen dienen sollen. "Wir sind in erster Linie Dienstleister, die Zufriedenheit der Gäste hat oberste Priorität", sagt Sabrina Kosinska. Neben einigen Stammgästen, die bereits wieder für dieses Jahr gebucht haben, freut sich die 36-Jährige auch über Schulen und Vereine, die in der Jugendherberge Veranstaltungen durchführen oder Abschlussfeste feiern. Diese Kooperationen können ebenfalls in der Nebensaison noch weiter intensiviert werden. Auch Seminare mit Übernachtungen, beispielsweise für Firmen, Sportvereine oder Chöre wären für die Herbergsmutter denkbar.

Neben den vielen Veränderungen in der Jugendherberge hat sich auch im Privatleben von Sabrina Kosinska viel getan und wird sich noch tun. Im Juni letzten Jahres hat sie ihren Lebensgefährten geheiratet und heißt seit dem nicht mehr Sabrina Fuhrmann. Das Paar freut sich momentan auf das erste gemeinsame Kind, das im Mai erwartet wird. Während der Zeit des Mutterschutzes wird ein Vertreter aus dem Landesverband nach Niebüll kommen, der das Haus bereits kennt. Eine Elternzeit möchte die Herbergsmutter nicht nehmen und hofft, Beruf und Kind unter einen Hut zu bekommen. "Ich habe viel Zuspruch von anderen Herbergseltern bekommen, die das ebenfalls gut zusammen gemanagt haben", berichtet sie.

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