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Nordfriesland Tageblatt

20. November 2017 | 10:47 Uhr

Mit Herzklopfen zum Klassentreffen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ehemalige Schüler aus Leck tauschten beim Wiedersehen viele Erinnerungen und auch Fotos aus

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2015 | 18:51 Uhr

„Ich habe Herzklopfen und Gänsehaut ohne Ende“, freute sich Bernd-Udo Schlitzke auf das Klassentreffen: 50 Jahre nach ihrer Schulentlassung sahen sich die jetzt gestandenen Frauen und Männer wieder und hatten sich viel zu erzählen im Restaurant „Hof Berg“.

Das erste Treffen der Schulabgänger war bereits drei Jahrzehnte her. Grund genug, ein zweites Mal alle zusammenzutrommeln, um in Erinnerungen zu schwelgen. Gut ein Jahr dauerten die Vorbereitungen. Christel Prüßner und Ilona Arhelger recherchierten Anschriften und kümmerten sich um die organisatorischen Angelegenheiten. 22 Mädchen und Jungen saßen damals nebeneinander auf den Schulbänken in der Volksschule mit Aufbauzug. Lieselotte Fuchs und Lili Siewert hießen beispielsweise ihre Lehrerinnen. Klassenlehrer Hauke Sönnichsen nahm die Einladung zum Wiedersehen gern an. „Nach dieser langen Zeit war man sich zunächst ein wenig fremd. Aber das legte sich schnell und die Vertrautheit war auf einmal wieder da“, sagte er. So erging es ebenfalls den heutigen Senioren. Vollzählig war die Runde nicht: Zwei Mitschüler sind bereits verstorben, drei mussten aus Krankheitsgründen absagen.

Nach der Schulzeit gingen die jungen Leute andere Wege, wurden in alle Himmelsrichtungen verstreut. Drei von ihnen leben noch heute in Leck, andere in der Region oder im Flensburger und Schleswiger Raum. Christel Prüßner ist inzwischen nach Mecklenburg-Vorpommern verzogen, die weiteste Anreise haben Hilke Herziger aus Stuttgart sowie Bernd-Udo Schlitzke aus dem Saarland auf sich genommen. Er verbindet seinen Tripp mit einem Urlaub: „Meine Geschwister wohnen alle noch hier, die besuche ich sowieso von Zeit zu Zeit.“ Evi Böhmer, geborene Nadler, ist in Bad Oeynhausen zuhause und leitet dort zwei Alten- und Pflegeheime. Der große Teil der Ehemaligen befindet sich aber bereits im Rentnerleben. Einzelhandelskauffrau/mann hatten sie sich als Beruf auserkoren, waren Religionspädagoge, Makler oder Firmeninhaber.

Alte Fotos ließen nun Erinnerungen wach werden, die Zeit zum Austauschen schien fast zu kurz. Deshalb wurde die Überraschung gern angenommen: Am nächsten Morgen besichtigten die Senioren ihre alte Schule, die Grundschule in der Eesacker Straße. „Oh, guck mal. Dort steht noch die Linde. Da haben wir immer unsere Fahrräder abgestellt – und dort Sport getrieben.“ Im Gebäude hat sich nach der Sanierung natürlich viel verändert. Lehrerin Sabine Hase führte die Schar gern herum. Die Vergangenheit holte die Ehemaligen spätestens ein, als sie in ihrem ehemaligen Klassenzimmer (heute Schülerbetreuung) auf den kleinen Stühlen Platz nahmen.

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