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Nordfriesland Tageblatt

21. September 2017 | 21:44 Uhr

Naturschutz : Mit Engagement und Ausdauer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gerd Oldigs bleibt Vorsitzender des Naturschutzvereins Südtondern. Die neue Homepage wird im Mai gestartet.

von
erstellt am 04.Apr.2014 | 09:30 Uhr

„Die zuverlässigste Konstante in unserem Verein sind die Personen, die als Betreuer der uns anvertrauten Gebiete auch im vergangenen Jahre wieder ihren Aufgaben mit sehr viel Engagement und Ausdauer nachgekommen sind.“ Mit diesen Worten eröffnete Gerd D. Oldigs im Niebüller als Vorsitzender des Naturschutzvereins Südtondern (NSVS) seinen Rückblick anlässlich der gut besuchten Jahreshauptversammlung. Damit wies er auf die Aktivisten hin, die in den Betreuungsgebieten „Kahlebüller See“, „Kokkedahler Niederung“ und „Lütjenholmer Süderheide“ einmal mehr die erforderlichen Pflegemaßnahmen übernommen, das Mähgut teilweise abgefahren und die Büsche zurückgeschnitten oder ausgegraben hatten.

Auf einer vereinseigenen Fläche in Schardebüll hatten Mitglieder die Ausgleichspflanzungen vollzogen, die durch die Freistellung der angrenzenden alten Ochsenwegtrasse notwendig geworden waren. Die in der Verantwortung des NSVS betriebenen Krötenzäune an der Strecke Leck-Sprakebüll sowie in Bosbüll, Bramstedtlund und Lexgaard waren sorgfältig beobachtet und gewartet worden. Allen daran beteiligten Naturfreunden sprach Oldigs seinen Dank aus. Vorstand und Beirat hatten sich bei zwei gemeinsamen Sitzungen unter anderem mit der anstehenden Auflassung des früheren Militärflugplatzes Leck, mit der Entwicklung des Fledermausbestandes und einem eventuellen Wiederaufleben des einstigen „Naturführers“ befasst. Arg beschäftigt hatte den Vorstand auch die Abholzung des Forstes auf dem „Galgenberg“ und dem „Megelbarg“ (bei Lütjenholm) und deren Umwandlung zu einer Heide- und Borstgrasfläche. Diese Maßnahme hatte zum Ziel, dem „Goldenen Scheckenfalter“ neuen Lebensraum zu bieten. Abschließend stellte der Berichterstatter fest: „Das breite Spektrum des Naturschutzes lebt immer wieder vom Einsatz jedes Einzelnen, am besten aber vom Engagement vieler für das Gleiche.“

Die Wahlen ergaben – bei Enthaltung der Kandidaten – die jeweils einstimmige Bestätigung des Gerd D. Oldigs als Vorsitzender und von Arne Kressin als Kassenwart. Der stellvertretende Vorsitzende, Michael Christiansen, präsentierte einen Entwurf der künftigen Homepage des NSVS, versehen mit diversen Links. Die Version soll am 1. Mai gestartet werden. Ein Grußwort des Lutz-Felix von Kamlah als Repräsentant der Kreisjägerschaft Nordfriesland mündete ein in seine Botschaft: „Naturschutz und -erleben müssen sich nicht ausschließen.“

Das Ehrenmitglied Peter Lorenz Hartwigsen hielt einen gleichermaßen lehrreichen wie unterhaltsamen Lichtbildervortrag zum Thema: „Seltene und gefährdete Pflanzen in unserer engeren Heimat.“ Dabei zeigte und erläuterte er – vom „Gefleckten Knabenkraut“ bis zum Insekten vertilgenden „Sonnentau“ – 18 Pflanzen, von denen 14 wegen ihrer Schutzbedürftigkeit auf der „Roten Liste“ des Landes Schleswig-Holstein stehen und zehn sogar bundesweit als „hochgradig gefährdet“ eingestuft sind.

Auch ging Hartwigsen auf die Folgen der 1992 in Rio de Janeiro unterzeichneten „Biodiversitäts-Konvention“ ein. Diese verpflichtet die Bundesrepublik Deutschland, den Erhalt von insgesamt 40 namentlich aufgeführten Tier- und Pflanzenarten besonders zu fördern, so auch die „Gelbbauchunke“, die „Gemeine Malermuschel“, „Reichsbachs Zittergras-Segge“ und das „Breitblättrige Knabenkraut.

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