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Auslandseinsatz : Mission im Kosovo: Soldaten rücken ab

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Verabschiedungsappell in Stadum / Soldaten des Bataillons Elektronische Kampfführung 911 treten Dienst im Kosovo an

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2015 | 05:00 Uhr

Bereits zum zehnten Mal verabschiedete das Bataillon Elektronische Kampfführung 911 gestern 19 Soldaten und fünf Soldatinnen in den Kosovo. Die Aufgabe wird die Aufklärung vor Ort sein. Die Soldaten liefern Informationen, die für das Treffen politischer Entscheidungen von Bedeutung sind.

Bei dem feierlichen Appell begrüßte der neue Kommandeur des Bataillons, Fregattenkapitän, Dr. Kassian Meesenburg, neben Familienangehörigen der Soldaten ebenso die Bürgermeister aus Stadum, Werner Klingebiel, und Rüdiger Skule Langbehn aus Leck. „Das ist ein wichtiges und positives Signal, das die Verbundenheit mit den Soldaten verdeutlicht“, sagte er.

Die Hauptansprache an das 42. Einsatzkontingent hielt dann auch Rüdiger Skule Langbehn. „Es ist kein leichter Auftrag, den Sie zu erfüllen haben. Ihr Auftrag dort in der Ferne fordert von Ihnen als Soldat einen hohen physischen und psychischen Einsatz“, sagte der Bürgermeister. Als eine der vielen Standortgemeinden wisse man um deren einzubringende hohe Verantwortung und setze in alle Vertrauen bei der Umsetzung und Erfüllung des Auftrages. „Wir alle wissen um die Gefahren Ihrer Gesundheit und Ihres Lebens. Mit Ihrer Umsicht und Wachsamkeit hoffen wir, dass sie alle gesund wieder nach Hause kommen“, wünschte Langbehn. „Für Ihre Bereitschaft, diesen Dienst für unser Land und damit auch für uns alle zu leisten, möchte ich ausdrücklich danken. Er ist nicht selbstverständlich“, ergänzte er.

Aktuell werden Soldaten aus 31 Nationen für den KFOR-Einsatz abgestellt, dazu gehören auch die Soldaten aus Stadum. Die multinationale Truppe hat den Auftrag, ein multi-ethnisches, friedliches, rechtsstaatliches und demokratisches Umfeld im Kosovo mit aufzubauen und militärisch abzusichern. Da diese Aufgaben zunehmend durch lokale Sicherheitskräfte übernommen werden, überwacht KFOR inzwischen primär die Entwicklung von demokratischen und multi-etnischen Sicherheitsstrukturen.

Auch mit Blick auf die vermehrte Zuwanderung von Flüchtlingen sei der Einsatz ein wichtiger Beitrag, den die Streitkräfte für alle leisteten, betonte der Kommandeur: „Denn Stabilität in den fernen Ländern ist das, was gebraucht wird: sichere Strukturen und wirtschaftlicher Aufbau.“ Im Kosovo werde das praktiziert.„Sie nehmen das nötige Rüstzeug mit in den Einsatz und werden Ihren Mann beziehungsweise Ihre Frau stehen“, sprach Fregattenkapitän Kassian Meesenburg den Soldaten und Soldatinnen bei dem Appell Mut zu. Diese werden Mitte September in das Einsatzgebiet fliegen und Mitte Januar dann in Nordfriesland zurück erwartet. Ein Soldat wird in den Einsatz in den Nordirak gehen.


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