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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 10:21 Uhr

Milchviehbetrieb will wachsen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Anzahl der Rinder von bislang 428 auf 828 erhöhen – das möchte ein Landwirt in Ladelund / Planungsverfahren schreitet voran

Die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung eines landwirtschaftlichen Betriebes im Ortsteil Königsacker schaffen – das war unter anderem die Aufgabe der Gemeindevertretung Ladelund in ihrer jüngsten Sitzung. Dazu hatte das Gremium über die Entwürfe der 16. Änderung eines Flächennutzungsplanes sowie des im Parallelverfahren aufzustellenden Das Plangebiet ist in zwei Teilbereiche aufgegliedert. Auf dem Betriebsstandort im Teilgebiet 1 ist vorgesehen, die Milchviehhaltung zu intensivieren und die Anzahl der Rinder von bislang 428 auf 828 zu erhöhen. Dies macht erforderlich, sowohl die Milchvieh- als auch die Jungviehställe zu erweitern. Der Betriebsstandort im Teilgebiet 2 gilt derzeit nicht als privilegierter landwirtschaftlicher Betrieb, da der frühere Betriebsinhaber nicht mehr als Landwirt aktiv ist. Die Gebäude werden durch seinen Nachfolger vom Betriebsstandort im Teilgebiet 1 aus bewirtschaftet.

Nachdem zwischenzeitlich die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange erfolgt war, fand unmittelbar vor Beginn der Sitzung die gesetzlich vorgeschriebene frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit statt, das heißt Bürgerbeteiligung. Planerin Karen Hansen vom Horstedter Ingenieurbüro Hans-W. Hansen stellte die Entwürfe des F-Planes „Sondergebiet Tierhaltung Königsacker“ sowie des Baugebietes Nr. 14 (für das Gebiet südlich der Landesstraße 1, westlich des Heerweges und östlich des Weges „Jordholm“) ausführlich dar. Danach billigte die Gemeindevertretung – jeweils einstimmig – beide Planänderungen und beschloss, sie öffentlich auszulegen und dies den Behörden und Trägern öffentlicher Belange bekanntzugeben.

Im Verlaufe der Einwohnerfragestunde wurde angeregt, in der Raiffeisenstraße eine zusätzliche Laterne aufzustellen, da es vor dem Gebäude der VR-Bankfiliale nachts sehr dunkel sei. Bürgermeister Rüdiger Brümmer gab zu bedenken, die gewünschte Maßnahme sei sehr aufwendig, da sie nicht realisierbar sei, ohne die Asphaltdecke aufzuschneiden. Er versprach, zunächst einmal mit der VR-Bank zu sprechen, ob diese eventuell bereit sei, eine Außenbeleuchtung anzubringen.

Als Vorsitzender des Kindertagesstättenausschusses berichtete Lutz Martensen, am letzten Elternabend des Kindergartens hätten insgesamt 40 Mütter und Väter teilgenommen und sich sehr zufrieden mit der Arbeit des Kindergartens geäußert. Auch überbrachte er die Grüße und den Dank der Mitarbeiterinnen, die sich laut eigener Bekundungen im Kindergarten „sehr wohl und gut aufgehoben“ fühlen. Schulverbandsvorsteher Hans-Heinrich Petersen gab bekannt, der Vorbau am Kindergarteneingang sei inzwischen fertiggestellt worden und zu aller Zufriedenheit gelungen. Für die vorbildlich geleistete Arbeit aller beteiligten Firmen bedankte er sich.

Wie Bürgermeister Rüdiger Brümmer ausführte, sei der durch die Gemeindevertretung Ladelund beschlossene öffentlich-rechtliche Vertrag mit dem Wasserverband Nord – die Übernahme der Aufgabe der Fäkalschlammabfuhr aus dezentralen Abwasserbeseitigungsanlagen betreffend – im Rahmen des Genehmigungsverfahrens durch das Innenministerium in zwei Punkten abgeändert worden. Zum einen werde nicht mehr von einer „Gebühr“, sondern von einem „privatrechtlichen Entgelt“ gesprochen. Zum anderen sei die Verpflichtung hinzugefügt worden, Letzteres den Bestimmungen des Kommunalabgabengesetzes gemäß festzusetzen. Einstimmig akzeptierte die Gemeindevertretung den abgeänderten Vertrag und ermächtigte den Bürgermeister, ihn mit dem Wasserverband Nord abzuschließen.

Um ein Meinungsbild gebeten, wie sie zur Sonderfinanzierung der Südtondernhalle in Niebüll (wir berichteten) stünden, stimmten die Mitglieder der Gemeindevertretung einstimmig dahingehend ab, sie seien grundsätzlich bereit, der vorgeschlagenen Reglung zuzustimmen, sofern die Stadt Niebüll ihren Anteil in Höhe von 1/3 der Mehrkosten für einen Neubau zu übernehmen.

Gegen Ende des öffentlichen Teils der Sitzung wurde mitgeteilt, es liege ein Schreiben des Potsdamer „Fördervereins für soziale Entwicklung“ vor, in welchem dieser angeboten habe, die Homepage der Gemeinde Ladelund kostenlos zu überarbeiten. Auch ein Ladelunder Bürger habe die Bereitschaft geäußert, die Homepage zu überprüfen, ob sie geändert und erneuert werden sollte. Die Gemeindevertretung sprach sich für das Angebot aus der eigenen Gemeinde aus. Über das Ergebnis der Untersuchung soll in der nächsten Sitzung berichtet werden.

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