Messerstecherei in Leck: Verdächtiger in Berlin festgenommen

Auch Blaulicht half dabei, den Standort der Frau zu ermitteln.
Auch Blaulicht half dabei, den Standort der Frau zu ermitteln.

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17. Juli 2014, 05:00 Uhr

Nach einer Messerstecherei im Hinterhof eines Restaurants in Leck ist jetzt ein Tatverdächtiger in Berlin festgenommen worden. Der 25-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Das teilte die Polizei gestern mit.

Zur Erinnerung: Am 22. Mai war gegen 11.30 Uhr im Hinterhof eines chinesischen Restaurants in der Lecker Hauptstraße ein schwerverletzter Mann gefunden worden. Ein unbekannter Täter vietnamesischer Herkunft hatte mit einem Messer mehrmals auf sein ebenfalls vietnamesisches Opfer eingestochen, der 38-jährige Schwerverletzte war mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden.

„Hinweise und akribische Ermittlungen“ führten die Ermittler der Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Flensburg auf die Spur nach Berlin. In Zusammenarbeit mit der Berliner und der Sächsischen Polizei gelang es, den Tatverdächtigen in der Hauptstadt festzunehmen.

Der mutmaßliche Täter sei nicht wohnhaft in Leck, sondern ein Besucher auf der Durchreise gewesen, erläuterte Markus Langenkämper, Pressesprecher der Polizeidirektion Flensburg. Ein vorangegangener privater Streit soll der Auslöser für die Auseinandersetzung mit den schwerwiegenden Folgen gewesen zu sein. Hintergründe wie mafiöse Strukturen könnten eindeutig ausgeschlossen werden, so Langenkämper: „Es ging um Geld und verletzte Eitelkeit.“ Nach einer gemeinsamen Zockerei seien Spielschulden offen gewesen.

Die Flensburger Ermittler führten den Landsmann des Verletzten auf Antrag der Staatsanwaltschaft beim Flensburger Amtsgericht vor. Dort wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlages erlassen und der Mann in Untersuchungshaft genommen. Der verletzte 38-Jährige hatte laut Polizei bereits vor einiger Zeit wieder das Krankenhaus verlassen.

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