Feuer im Kreis Nordfriesland : Großbrand in Sprakebüll – Landwirt rettet sich durch Sprung

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Ein waghalsiger Sprung rettete einem Landwirt womöglich das Leben. Der Dachstuhl seines Anwesens brannte vollständig aus.

shz.de von
12. Januar 2015, 06:56 Uhr

Sprakebüll | Ein Großbrand hat in der Nacht zu Montag ein Wohnhaus auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Sprakebüll im Kreis Nordfriesland vollständig zerstört. Der Besitzer wurde im Schlaf vom Feuer überrascht – und rettete sich mit einem Sprung aus dem Fenster ins Freie.

Der Brand brach nach ersten Erkenntnissen gegen 3.50 Uhr am Morgen aus. Der Bewohner des Hauses schlief zu diesem Zeitpunkt im Obergeschoss des historischen Einfamilienhauses aus dem Jahre 1903. Als der Mann dann bemerkte, dass der Fluchtweg durch das Treppenhaus bereits durch Qualm und Flammen versperrt war, handelte er geistesgegenwärtig. „Er hat dann seine Matratze aus dem Fenster geworfen und ist aus rund fünf Metern Höhe ins Freie gesprungen“, wie der Amtswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Wiedigharde, Hans-Jürgen Breckling, ausführt.

Als die ersten Einsatzkräfte dann wenige Minuten nach der Alarmierung eintrafen, brannte der Dachstuhl des Hauses bereits lichterloh. Sofort eingeleitete Löscharbeiten zeigten jedoch zunächst nur mäßigen Erfolg. „Der starke Wind hat das Feuer im Dachstuhl immer wieder entfacht und zusätzlich angeheizt“, weiß Breckling. Daher wurde kurze Zeit später die Freiwillige Feuerwehr Niebüll mit der Drehleiter alarmiert, um den Brand auch von oben bekämpfen zu können – mit Erfolg: Nach rund zwei Stunden war der Brand weitgehend unter Kontrolle gebracht.

Die vier eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren aus Sprakebüll, Achtrup, Stadum und Niebüll waren mit rund 120 Einsatzkräften vor Ort.

Nicht verhindern konnten die Kräfte aber einen vermutlichen Totalschaden des Hauses. Der Dachstuhl brannte vollständig aus – zudem gibt es im Erdgeschoss massive Wasserschäden. „Wir haben aber noch Teile des Büros und wichtige Akten des Landwirtes retten können“, so Amtswehrführer Breckling. Ersten Schätzungen zur Folge entstand ein Sachschaden in Höhe von über 250.000 Euro.

Die Kriminalpolizei nahm bereits während der Löscharbeiten die Ermittlungen auf. Erkenntnisse zur Brandursache und der Schadenshöhe liegen aber noch nicht vor. Ein technischer Defekt ist nach Polizeiangaben nicht auszuschließen.

Blaulichtmonitor



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