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Nordfriesland Tageblatt

24. August 2017 | 03:12 Uhr

Mehrausgaben belasten den Haushalt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bilanz 2013: Zu den größten Ausgaben der Gemeinde Enge-Sande zählte die Erweiterung des Kindergartens

Jüngst zogen Enge-Sandes Gemeindevertreter für den Abschluss des Haushalts 2013 Bilanz: Die Haushaltsüberschreitungen, die jeweils 5000 Euro überstiegen, beliefen sich auf insgesamt 245 375 Euro. Auch stimmten die Gemeindevertreter den getätigten Mehrausgaben von jeweils unter 5000 Euro zu, deren Genehmigung durch den Bürgermeister erfolgt war. Zu den größten Haushaltsüberschreitungen zählte ein Betrag von rund 116 900 Euro, der im Zuge der Erweiterung des Kindergartens gezahlt worden war. Im Bereich der Unterhaltung der Wege waren Mehrkosten in Höhe von 44 100 Euro, bei der sozialpädagogischen Betreuung zusätzliche Ausgaben von 11 300 Euro angefallen. Die Kreisumlage hatte den kalkulierten Ansatz um 16 200 Euro überschritten (alle Beträge gerundet).

Die Gemeindevertretung stellte auch die vorgelegten Beträge der Ergebnis- sowie der Finanzrechnung offiziell fest und nahm die Bilanz 2013 zustimmend zur Kenntnis. Letztere lautet für Aktiva und Passiva auf je rund 2 975 000 Euro. Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer in Höhe von 147 400 Euro und Mehrausgaben hatten zur Folge, dass 47 900 Euro mehr als kalkuliert aus der Finanzausgleichsrückstellung entnommen werden mussten, um die Ergebnisrechnung auszugleichen. Die Finanzrechnung weist eine seit dem 1. Januar 2013 erfolgte Reduzierung der liquiden Mittel von 993 500 Euro auf 204 200 Euro auf. Die Ursache für diese Entwicklung wurde hauptsächlich darin gesehen, dass dem Wasserbeschaffungsverband Drei Harden für die Übertragung der Kläranlage eine Summe von 372 000 Euro erstattet werden musste.

Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen gab bekannt, die Personalabteilung des Amtes Südtondern habe der Gemeinde Enge-Sande vorgeschlagen, dem Kommunalen Arbeitgeberverband als Mitglied beizutreten. Dieser unterstütze die Arbeitgeber bei allen Personalangelegenheiten und vertrete seine Angehörigen in Streitfällen auch vor Gericht. Nach kurzer Diskussion fasste die Gemeindevertretung den einstimmigen Beschluss, den Ratschlag zu befolgen. Die durch den Beitritt ausgelösten Kosten belaufen sich auf jährlich 200 Euro zuzüglich einer Pauschale von 5,50 Euro pro Bediensteten.

Beraten und beschlossen wurde auch über den Haushaltsentwurf der Kirchengemeinde Enge 2015/16 für den Friedhof Enge-Sande. Mit diesem hatte sich zuvor der Friedhofsausschuss in zwei Sitzungen bereits detailliert befasst. Das Zahlenwerk weist Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 37 300 Euro aus, wobei die 10,25 Stunden, welche die Gemeindearbeiterin auf dem Friedhof arbeitet, von der Kommune in Rechnung gestellt und in den eigenen Haushalt eingearbeitet werden müssen. „Dieses Hin- und Hergebuche sollten wir künftig vermeiden“, so Bürgermeister Thomsen. „Auch sollten wir darauf hinarbeiten, dass die sich auf Jahre verteilenden gebundenen Rücklagen aufgelöst werden. Dann kann die Kirchengemeinde ihre allgemeine Rücklage verbrauchen und uns benachrichtigen, wenn diese zur Deckung der Kosten nicht ausgereicht hat. Wir kommen dann für das Defizit auf.“ Mit dieser Zielsetzung stimmte die Gemeindevertretung dem Haushaltsplan für die Verwaltung des Friedhofes einmütig zu.

In seinem eigenen Bericht teilte Bürgermeister Thomsen unter anderem mit, das Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Soholm habe einen neuen Anstrich erhalten. Für die noch ausstehende Erstellung eines neuen Wappens seien Kosten in Höhe von etwa 300 Euro zu erwarten.

Für den Kinderspielplatz seien zwei Bänke zum Preis von insgesamt 1100 Euro bestellt worden. Gemeindevertreter Bernd Boysen lud alle Enge-Sander Einwohner ein, sich am 1. Sonnabend im neuen Jahr an einem Arbeitseinsatz zu beteiligen. Es gehe unter anderem darum, Lichtraumprofile zu verbessern, kranke Kastanien zu entfernen und den geplanten Gemeindelagerplatz hinter dem Friedhof vorzubereiten.


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erstellt am 30.Okt.2014 | 13:43 Uhr

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