Impulse : Mehr Stromtankstellen für die Stadt

Stecker rein und auftanken.
Stecker rein und auftanken.

Ob Förderung der Elektromobilität oder Eindämmung der Taubenplage: Der Ausschuss für Umwelt und Wirtschaft sieht Verbesserungsbedarf. Vorschläge aus den Fraktionen wurden einhellig abgesegnet.

shz.de von
15. November 2013, 06:30 Uhr

Die Elektromobilität sollte gefördert werden. Da sind sich die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Wirtschaft einig und sehen auch die Kommune in der Pflicht: In der Stadt sollte es mehr Stromtankstellen geben. Die Anregung dazu gab die CDU-Fraktion und stieß mit ihrem Antrag bei den übrigen Ausschuss-Mitgliedern auf große Zustimmung.

In Niebüll gibt es für E-Mobile zwei Ladestationen. Eine befindet sich auf dem Parkplatz der VR-Bank, die andere beim Autohaus Jahn. Für E-Bikes ist eine Akku-Tauschstation bei Zweirad-Andresen installiert. Die CDU-Fraktion verweist auf weiteren Bedarf angesichts der steigenden Zahl an E-Mobilen. „Um Niebüll für Nutzer der E-Mobilität attraktiv zu machen, ist es aus Sicht der CDU dringend nötig, bei zukünftigen Planungen der Stadtvertretung aller Art, diesen Aspekt des Klimaschutzes mit zu betrachten“, heißt es in dem Antrag, den das bürgerliche Mitglied Andreas Kusserow begründete. Mit Blick auf das derzeitige Netz von Stromtankstellen stellte er fest: „Das ist noch ein bisschen mau.“ Als mögliche Standorte für weitere Ladestation schlägt die CDU das Amt Südtondern und die Stadthalle vor. „Wir möchten für die Menschen in unserer Region und für unsere Gäste die Möglichkeiten schaffen, an der Mobilität der Zukunft teilzunehmen“, heißt es in dem Antrag der Christdemokraten, die in dieser Maßnahme eine enorme Attraktivitätssteigerung der Stadt sehen.

Die Verwaltung sollte sich, so die Anregung der CDU, mit dem Klimaschutzmanager des Kreises in Verbindung setzen und Informationen einholen über die gesetzlichen Grundlagen und Voraussetzungen für die Errichtung weiterer Ladestationen.

Thomas Uerschels (SPD) regte zusätzlich an, auch die Niebüller Stadtwerke einzuladen und als weiteren Standort den Parkplatz an der Südtondernhalle vorzusehen.

Einhellig abgesegnet wurde ein Vorschlag des Ausschuss-Vorsitzenden Peter Schumann (SPD) zur Einrichtung von Info-Punkten im Stadtgebiet. An diesen Punkten soll angezeigt werden, wie hoch der regenerativ erzeugte und verbrauchte Strom ist. Peter Schumann: „Das könnte die Akzeptanz für regenerativ erzeugte Energien fördern und auch die Touristen interessieren.“ Weiter verfolgt werden soll das Thema in einem Gespräch mit den Windpark-Geschäftsführern.

Einig wurden sich die Ausschuss-Mitglieder ebenfalls beim Thema Wildtauben. Dazu gab es einen Antrag der SPD-Fraktion, die unkontrollierte Ausbreitung durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen, „damit es nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen für Mensch und Tier kommt“. Dabei soll auf der Basis der Erfahrungen von anderen Gemeinden geprüft werden, welche Maßnahmen für Niebüll geeignet sind. In dem von Stadtvertreter Holger Jessen verfassten Antrag wird auch darauf hingewiesen, dass Dachdecker teilweise die Arbeit verweigern, weil die Dächer mit milben, wurm- und keimbelasteten Taubenkot verseucht seien. Deshalb würden die Handwerker oft erst nach dem Einsatz eines Kammerjägers tätig.

Dazu listete Karin Schiessler-Usadel vom Amt Südtondern die bislang erprobten Maßnahmen zur Eindämmung der Wildtauben-Plage auf, wie unter Strom gesetzte Drähte auf den Dächern, Bleche oder Krähen-Attrappen, die allerdings nur kurze Zeit oder gar nicht funktionierten. Im Gespräch ist nun der Vorschlag, die Tauben anzulocken, sie in einem Verschlag zu halten und die Eier wegzunehmen. „Sie auf einen Ort zu bekommen, macht sicherlich Sinn“, stimmte Thomas Uerschels zu. Ausschuss-Vorsitzender Peter Schumann (SPD) war es wichtig, „dass wir der Bevölkerung sagen, dass wir da dran sind“. In einer der nächsten Sitzungen möchte er auch das Thema Krähen auf die Tagesordnung setzen. „Das sind wir den Menschen, die hier wohnen, einfach schuldig.“

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