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Nordfriesland Tageblatt

21. August 2017 | 10:51 Uhr

Mehr Solidarität im Amt gefordert

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Reform des Finanzausgleichgesetzes beschäftigte den Amtsausschuss

Seine zweite Sitzung verlegte der Amtsausschuss in das Kongresszentrum des Klinikums. Vor Sitzungsbeginn war Gelegenheit zu einem Rundgang durch das Haus. Verwaltungsleiter Christian Volquardsen und sein Kollege Ralf Wauer (Technik) führten durch die Klinik, in die in jüngster Zeit 16 Millionen Euro investiert wurden. Amtsvorsteher Peter Ewaldsen: „Mit der Wahl des Sitzungsortes wollten wir nicht zuletzt auch demonstrieren, dass wir das Haus wollen.“ Christian Volquardsen: „Bei uns ist in der Tat viel gemacht worden.“

Besonderes Interesse erregten unter anderem die im Juni vergangenen Jahres eingerichtete Geriatrie sowie die zentrale Aufnahmestelle. Volquardsen bezeichnete das Klinikum Niebüll als unverzichtbar – „beispielsweise schon allein wegen der Entfernungen von Rodenäs nach Flensburg oder Husum.“

Der Einstieg in die Tagesordnung war bestimmt von Kopfschmerzen, die derzeit das Thema Finanzausgleich verursacht. Danach würden dem Kreis Nordfriesland, wie Amtsvorsteher Peter Ewaldsen informierte, durch die vom Land geplante Reform des Finanzausgleichgesetzes rund fünf Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen. Während 24 Gemeinden in Südtondern von der Umverteilung profitieren könnten, hätten sechs dagegen ebenfalls das Nachsehen. „Mit diesen und mit dem Kreis gilt es, sich zu solidarisieren“, rät Amtsdirektor Otto Wilke. Andernfalls werde dem Kreis nichts anderes übrig bleiben, als die Kreisumlage massiv zu erhöhen. „Und dann hat niemand etwas davon.“ Auch Ewaldsen forderte die Gemeinden auf, einander nicht misstrauisch zu beäugen und nicht zu schimpfen, wenn man schlechter abschneide als der andere. Stattdessen sollte aktiv nach Lösungen gesucht werden. „Wenn wir etwas verändern müssen, dann wollen wir es selbst tun.“

Amtsdirektor Otto Wilke berichtete, dass die Förderperiode der AktivRegion NF Nord zum Jahresende ausläuft. Nach einer Übergangszeit soll das Förderprogramm auf der Grundlage einer integrierten Entwicklungsstrategie von 2015 bis 2020 fortgesetzt und mit einem Fördervolumen von etwa drei Millionen Euro ausgestattet werden. In diesem Zeitraum wird es keine sogenannten Leuchtturmprojekte mehr geben. „Statt der bisherigen Fördersumme von 1,25 Millionen Euro werden wir mehr Geld zur Verfügung haben.“ In der jetzt auslaufenden Periode waren das Wilhelminen-Hospiz Niebüll und die Harald-Nommensen-Halle in Bredstedt als Leuchtturmprojekte gefördert worden.

Auf Beschluss des Amtsausschusses wird der AktivRegion NF Nord für die Verlängerung des Projekts Bioenergieregion Nordfriesland Nord für die Zeit von August 2012 bis Juli 2015 ein zusätzlicher Betrag von 25 000 Euro zur Verfügung gestellt. Dipl.-Ing. Simon Rietz von der AktivRegion erläuterte die Projekte, in denen es unter anderem um die Erzeugung von Windgas und Alternativen zum Maisanbau sowie Wissenstransfer geht.

Der vom Amtsausschuss abgesegnete Stellenplan für das Amt sieht für 2014 insgesamt 120,09 Planstellen vor – 1,08 weniger als für dieses Jahr. Daneben sind vier Stellen für Kräfte in der Altersteilzeit aufgeführt. Insgesamt stellt das Amt neun Ausbildungsplätze zur Verfügung.

In der öffentlichen Sitzung abgesegnet wurde zudem noch die Modalität zur im Frühjahr 2014 anstehenden Wahl des Amtsdirektors. Demnach solle die Stelle nicht ausgeschrieben werden. Über die Fortsetzung von Otto Wilke Dienstverhältnis hieße es auf dem Stimmzettel dann nur Ja oder Nein.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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