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Niebülls Politiker fordern: : Mehr Sicherheit für Verkehrsteilnehmer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Ausschussmitglieder wollen für den geplanten Kreisverkehr Peter-Schmidts-Weg Zebrastreifen. Ein aussichtsloses Unterfangen?

Das Problem ist nicht neu: Wer von der Bahnhofstraße in den Peter-Schmidt-Weg nach rechts in Richtung Stadt abbiegen möchte, braucht Zeit, nach links in Richtung Ortsausgang gar eine Engelsgeduld. Das gilt nicht nur für Autofahrer, auch Radfahrer und Fußgänger sehen sich durch das hohe Verkehrsaufkommen in Stresssitutationen, sind auf die einzige Bedarfsampel angewiesen. Ein Kreisverkehr soll Abhilfe schaffen. Im Gespräch ist er bereits seit fünf Jahren.

Dollpunkt sind nach wie vor die von den Ausschussmitgliedern gewünschten vier Zebrastreifen. Arno Behnemann vom Planungsbüro Reimer Ivers aus Husum berichtete, es gebe laut Verkehrs-Behörde in Nordfriesland keine Zebrastreifen an Kreisverkehren. Und somit seien sie auch beim geplanten Projekt nicht vorgesehen. „Hier aber ist eine besondere Situation“, gab er zu. Das sah Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Schmidt (SPD) genauso und erklärte, er habe bei der jüngsten Verkehrsschau auf die besonderen Gegebenheiten hingewiesen. „Das hier kann kein sachkundiger Mensch, der die Örtlichkeiten nicht kennt, wertschätzen“, formulierte er. „Wir müssen mehr Sicherheit für die Menschen schaffen.“

„Zu der Gruppe der Nutzer gehören hilfsbedürftige Menschen, zu denen auch Kinder, Menschen mit Behinderungen und Senioren zählen“, erklärte Sieghard Schmanteck (SPD). Man könne nicht einfach alle örtlichen Gegebenheiten über einen Kamm scheren. „Wir haben alleine in Niebüll drei verschiedene Kreisverkehrsituationen: am Deichskopf, bei der Aral-Tankstelle sowie hier bei dem geplanten Kreisverkehr.“ Ein sicherer Überweg sei an einem Kreisel Peter-Schmidts-Weg nur mit Zebrastreifen zu gewährleiten. „Für mich ist es nicht gesetzt, was die Verkehrsaufsicht sagt.“ Und Bürgermeister Wilfried Bockholt fügte hinzu: „Das ist eine Sache des Verhandelns und des Nachbohrens“. Ein Regelwerk werde nicht nur über Gesetze gesichert. Da sei auch viel Gestaltungs- und Verhandlungswillen im Spiel. „Da gebe ich noch nicht auf.“

Zur Gestaltung des geplanten Kreisverkehrs: Der Innenkreis ist mit einem Durchmesser von 40 Metern genauso groß wie bei dem Kreisverkehr der in Sichtweite liegenden Aral-Tankstelle. „Wir haben hier andere Rahmenbedingungen, aber ansonsten sind beide identisch.“ Sie würden nur den neuen Vorschriften angepasst. Dazu gehören beispielsweise die fest geschriebene Fahrbahnbreite von 6,50 Metern und neue Markierungen. Erleichternd sei, dass die Bahnhofstraße diesseits und die Emil-Nolde-Straße jenseits des Peter-Schmidts-Weges auf einer Achse liegen und somit eine Linie bilden. Für die Umsetzung der Pläne sei Grunderwerb erforderlich, erklärte Behnemann. Aber das sei mit den Eigentümern, einem Autohaus und einem Discounter, abgesprochen.

Wann die Bauarbeiten nun beginnen können, hängt von Anderen ab. Die Gelder für Planung und Umsetzung sind schon im Haushalt 2014 berücksichtigt, signalisierte Udo Schmäschke vom Amt Südtondern. Er wies noch auf eine Besonderheit hin – der Peter-Schmidts-Weg heißt auch L7: „Die Stadt Niebüll verbessert also die Verkehrsicherheit auf einer Landesstraße, ist zudem auf 20 Jahre mit den Kosten belastet und entlastet das Land.“

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erstellt am 15.Okt.2014 | 07:30 Uhr

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