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Second Hand : Mehr Raum für Mode aus zweiter Hand

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Niebüller Second-Hand-Boutique des Fördervereins Wilhelminen-Hospiz zieht zum 1. Juni in die Hauptstraße 17 um

von
erstellt am 06.Mär.2015 | 05:00 Uhr

Seit 2010 hat die „Boutique Wilhelmine - Mode aus 2. Hand“ ihren Sitz im Bachstelzenring 1. Untergebracht ist der Laden im ehemaligen Jugendraum der Freikirche „Arche Nordfriesland“. Das wird sich zum 1. Juni ändern. Die Boutique, sie ist „angedockt“ an den Förderverein Stationäres Hospiz Nordfriesland und wird von diesem auch betreut, zieht um. Neuer Standort ist die Hauptstraße 17 (direkt neben dem Blumenladen und gegenüber der Hypo-Vereinsbank).

Die Idee stammte seinerzeit von Christel Tychsen. Mit viel Liebe und Hingabe hob Ingrid Finke den Laden aus der Taufe und führte ihn bis zum 31. Dezember 2014. Angeboten wird gut erhaltene Secondhand-Oberbekleidung für Damen und Herren, die zuvor unentgeltlich von Spendern entgegen genommen wurde. Ergänzt wird die Palette durch Schmuck, Schule, Schals und Hüte. Seit dem 1. Januar diesen Jahres hat Jutta Siebertz die Leitung der Boutique Wilhelmine. Sie ist, genau wie die übrigen sechs mitarbeitenden Kräfte, ehrenamtlich tätig.

Vorsitzender des Fördervereins Stationäres Hospiz Nordfriesland ist Carsten Thiesen, die Kasse führt Ursula Nissen. „Die Boutique Wilhelmine macht einen Jahresumsatz zwischen 16  000 und 17  000 Euro“, erklärt Thiesen. Geld, das zu 100 Prozent in die Arbeit des Fördervereins geht. Das ist nur möglich, weil alle Kräfte in der Boutique ehrenamtlich arbeiten. Besonders dankbar sind die Mitglieder des Fördervereins, über all die Jahre in dem Team der „Arche Nordfriesland“ einen sehr hilfsbereiten Partner gefunden zu haben. Sie hatte nicht nur die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern auch beispielsweise für Modenschauen und ähnlichem angeboten und Veranstaltungen mit Manpower aus den eigenen Reihen unterstützt. Jutta Sieberts: „Es war ein sehr gutes Miteinander, und wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung.“ Christel Tychsen, Geschäftsführerin des Wilhelminen-Hospizes, ergänzt: „Fünf Jahre lang haben wir hier das Konzept der Boutique Wilhelmine ausprobiert, und es hat funktioniert. Für unsere Entwicklung war dieser Ort toll.“

„Künftig müssen wir in der Hauptstraße Miete zahlen“, erklärt Carsten Thiesen. „Wir haben uns den Wechsel nicht leicht gemacht, lange diskutiert und wollen es angehen. Wir haben die entsprechenden Einnahmen, sonst würden wir keine Pacht riskieren.“ Praktische und organisatorische Beweggründe sind es, die den Verein zu diesem Entschluss bewogen haben. „Mit dem Umzug in den größeren Laden sind wir für die vielen Spenden an gut erhaltener Kleidung besser gerüstet.“ Betrug die Verkaufsfläche bisher etwa 20 Quadratmeter, so stehen künftig etwa 80 Quadratmeter an Ladenfläche und Lagerkapazität zur Verfügung, erklärt Christel Tychsen. „Wir sind zudem näher am Stadtkern.“ Ob das gleichzeitig auch mehr Kunden bedeutet – darüber gehen die Meinungen auseinander. Ursula Nissen: „Auch hier im Bachstelzenring ist immer sehr viel los.“ Ein Grund dafür sind der gute Name des Hauses sowie Kunden aus dem nahen Baugebiet und die Seniorenwohnanlage Gath. „Das sollte man nicht unterschätzen.“

Mit dem Umzug einher gehen auch veränderte Öffnungszeiten. Noch gilt, dass im Bachstelzenring dienstags, donnerstags und freitags von 14.30 bis 18 Uhr und mittwochs von 9.30 bis 12.30 Uhr probiert und eingekauft werden kann. Ab dem 1. Juni will man sich den ortsüblichen Öffnungszeiten anpassen.

„Um den Laden besetzen zu können, brauchen wir noch viele neue Mitstreiter, die Spaß am Verkauf haben und die Hospizidee auf diese Weise mit unterstützen“, sagt Jutta Siebertz. Was kommt auf die Ehrenamtler zu? „Wir wünschen uns Zweier-Teams, die wöchentlich etwa vier Stunden in den neuen Räumen arbeiten und sich mit einbringen.“ Auch an das Bürgernetzwerk in Südtondern hat sich der Förderverein schon gewandt. Wer helfen möchte, findet in Jutta Siebertz, Telefon 04668/959449, oder Christel Tychsen, Telefon 04661/607070, Ansprechpartner. Jeder ist willkommen.

 

 

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