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Nordfriesland Tageblatt

24. September 2017 | 16:13 Uhr

Erziehung : Mehr Platz im Waldorfkindergarten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Einrichtung hat sich nach der Sanierung von 145 auf knapp 450 Quadratmeter erheblich vergrößert und bietet eine neue Krippengruppe

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2014 | 05:15 Uhr

Im „Sternenmeer“ sieht’s aus wie in einer großen gemütlichen Stube: Nähmaschine und Bügelbrett haben ebenso ihren Platz wie der Geschirrschrank, der Mini-Schaukelstuhl und die Puppenecke. Die Steppkes fühlen sich wohl in diesem Raum und es gibt nicht nur hier so viel zu erkunden: Der Waldorfkindergarten hat sich nach der Sanierung erheblich vergrößert, bietet jetzt eine neue Krippengruppe und erweiterte Öffnungszeiten.

Im vorigen Sommer musste der Waldorfkindergarten in der Eesacker Straße seine Koffer packen und die alten Gemäuer in der Grundschule verlassen. Nur wenige Meter entfernt, inmitten des Schulhofes, boten Container für ein gutes halbes Jahr das neue Domizil, bis die Sanierung des alten Gebäudes abgeschlossen war. „Das musste sein, denn sonst hätten wir den Betrieb aus baulichen Gründen nicht aufrechterhalten können“, zeigte sich der Vorsitzende des Freundeskreises der Waldorfkindergärten Südtondern als Träger, Fin Reichert, froh, dass die Gemeinde die Dringlichkeit sah und handelte.

Alle Gebäudeteile der Grundschule an der Linde unterziehen sich derweil einer grundlegenden „Schönheits-OP“. Im ersten Abschnitt wurde der unter Denkmalschutz stehende Teil, in dem der Kindergarten untergebracht war, fertiggestellt. Insgesamt 780 000 Euro kostete diese Maßnahme, 140 000 Euro steuerte das Land zu und förderte damit die zehn neuen Krippenplätze. Vor der Sanierung zogen das Haus der Jugend und die MTV-Geschäftsstelle aus, so dass der Waldorfkindergarten jetzt das gesamte Erdgeschoss nutzen kann. Standen ihm vorher nur 145 Quadratmeter zur Verfügung, so kann er sich jetzt auf 448 Quadratmetern ausbreiten.

Die beiden altersgemischten Gruppen „Sternenmeer“ und „Sonnenstrahl“ sowie die Krippengruppe „Nordlichter“ belegen große, helle Räume. Multifunktions- und Schlafräume sind entstanden, der Speisesaal bietet Platz für bis zu 50 Kinder, die sanitären Anlagen sind mit allem ausgestattet, was die Jüngsten brauchen, im neuen Büro können die Mitarbeiter den „Schriftkram“ erledigen. Im ehemals winzigen Büro lagern jetzt Apfelmus, Haselnüsse und Weinbeeren.

An diese Speisekammer grenzen Spülküche und Küche an. „Jetzt können wir alle Speisen frisch zubereiten“, erklärt Erzieherin Sabine Gohrt. Neu sind ebenfalls ein weiterer Haupteingang sowie zwei Nebenaußentüren, der große Spielplatz vor dem Gebäude wird eingerichtet, ein Carport soll noch gebaut werden. „Die Außenanlagen werden erst fertiggestellt, wenn die gesamte Sanierung abgehakt ist“, wirbt Leif-Feling Peters vom Amt Südtondern um Verständnis.„Das Haus ist richtig schön geworden“, blickt Sabine Gohrt zufrieden in die Runde. Natürlich fehlt noch einiges an der Ausstattung, ein Sonnenschutz soll in naher Zukunft angeschafft werden, eine Wärmelampe, dies und das.

Mit der räumlichen Erweiterung konnten zehn zusätzliche Krippenplätze für Kinder von null bis drei Jahren geschaffen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, integrative Maßnahmen durchzuführen. Um eine halbe Stunde wurden die Öffnungszeiten erweitert, diese gelten von 7 bis 17 Uhr. Zurzeit betreuen sechs Erzieherinnen (zwei mehr als vorher) 23 Kinder. Für alle Interessierten: Es sind noch einige Plätze frei.

 

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