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Nordfriesland Tageblatt

22. August 2017 | 09:37 Uhr

Mehr Platz für Tierhaltung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ladelunder geben grünes Licht für Expansionspläne eines Unternehmens / Bundeswehr soll militärischen Schutzbereich für Windpark freigeben

Die Gemeindevertretung Ladelund führte unter der Leitung von Bürgermeister Rüdiger Brümmer im örtlichen Kirchspielkrug ihre 14. Sitzung der laufenden Legislaturperiode durch. Besprochen wurden besonders ein Bebauungsplan und eine potenzielle neue Fläche für Windkraftanlagen.

Mit dem Ziel, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung eines landwirtschaftlichen Betriebes im Ortsteil Königsacker zu schaffen, beabsichtigt die Gemeindevertretung, in einem Parallelverfahren zum einen die 16. Änderung des Flächennutzungsplanes (Sondergebiet Tierhaltung) herbeizuführen, zum anderen den Bebauungsplan Nr. 14 entsprechend anzupassen. Der Entwurfs- und Aufstellungsbeschluss wurde am 24. September 2015 gefasst. Die Auslegung der Planentwürfe hatte in der Zeit vom 2. November bis 2. Dezember 2015 stattgefunden. Die inzwischen eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zu beiden Maßnahmen erläuterte nun die Planerin Karen Hansen vom Ingenieurbüro Hans-W. Hansen (Horstedt). Die zur Sprache gebrachten Abwägungsvorschläge wurden akzeptiert, die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Erstellung des Bebauungsplanes 14 einstimmig beschlossen. Der Bebauungsplan betrifft sowohl das Teilgebiet südlich der Straße Königsacker (Landesstraße 1), westlich des Heerweges und östlich des Weges Jordholm auf dem landwirtschaftlich genutzten Betriebsgelände Königsacker 7 als auch das Gebiet nördlich der Straße Königsacker.

Wie Bürgermeister Brümmer mitteilte, habe das Planungsbüro ee-Nord GmbH & Co im südlichen Gebiet der Gemeinde Ladelund eine Windpotenzialfläche ermittelt, die bislang wegen eines bestehenden militärischen Schutzbereichs im Gebiet der von der Bundeswehr betriebenen Horchstation aus der Planung von Windeignungsflächen ausgeklammert wurde. Das Büro habe zur Bundeswehr Kontakt aufgenommen und gebeten, die Schutzbedürftigkeit der Fläche erneut zu überprüfen, um das Areal eventuell doch der Gemeinde Ladelund – ganz oder zum Teil – als Windeignungsfläche zur Verfügung stellen zu können und ihr somit die Möglichkeit schaffen, ihre Gewerbeeinnahmen zu erhöhen. Die Gemeindevertretung schlug vor, die ermittelte Windpotenzialfläche als künftiges Vorranggebiet mit Ausschlusswirkung aufzunehmen, falls die Schutzbereichsfläche der Bundeswehr aufgehoben oder verkleinert werden sollte. Ein neuer Windpark käme jedoch nur als Bürgerwindpark in Frage.

Außerdem wurde unter anderem über die Heizungsanlage des Ladelunder Dorfmuseums gesprochen. Da diese dringend einer Umrüstung bedarf, hatten die Gemeindevertreter darüber zu entscheiden, ob dies per Installation einer Infrarotheizung oder Anschluss an das Fernwärmenetz geschehen solle. Nach Vergleich der voraussichtlich anfallen Kosten entschied sich das Gremium für die Fernwärme. Bürgermeister Brümmer wurde beauftragt, bezüglich der erforderlichen Installation neuer Heizkörper zwei weitere Angebote einzuholen.

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erstellt am 21.Feb.2016 | 20:01 Uhr

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