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Nordfriesland Tageblatt

24. Oktober 2017 | 02:35 Uhr

Mehr Platz für die Sportflieger

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Im Rahmen der Konversionspläne wird die Fläche der Fluggruppe vom FFH-Gebiet in die Klixbüller Shelterschleife verlegt

von
erstellt am 18.Feb.2016 | 11:34 Uhr

Im Rahmen des Konversionsprojekts Flugplatz ist vorgesehen, dass die Sportfluggruppe eine neue Heimat bekommt. Auf der Jahreshauptversammlung machte der Vorsitzende Harald Callsen den Mitgliedern den Umzug aus dem FFH-Gebiet in die Klixbüller Shelterschleife schmackhaft: „Ich sehe die Zukunft unseres Vereins gesichert. Dort können wir uns vergrößern, können mehr erreichen und uns mehr präsentieren.“

Über den genauen Sachstand der Planungen berichtete der stellvertretende Bürgermeister Ingo Scholz. Insbesondere erläuterte er die Ziele, einen Airpark und einen Businesspark zu entwickeln. Für die Sportfluggruppe wird neben dem Airpark ein ehemaliges Staffelgebäude zur Verfügung gestellt und auf der südlichen Seite der Asphaltpiste der Segelflugplatz entstehen. „Die Genehmigung erwarten wir Ende 2017/Anfang 2018. Im Moment sind diesbezüglich keine Stolpersteine in Sicht“, meinte Ingo Scholz. Die Gemeinden Leck, Tinningstedt und Klixbüll hätten einen Kooperationsvertrag geschlossen, um gemeinsam das Genehmigungsverfahren für die neue Luftverkehrsanlage auf den Weg zu bringen. Voraussetzung für dieses Genehmigungsverfahren war die Zustimmung der Sportfluggruppe. „Diese ist bereits ausgearbeitet mit dem Kernpunkt, das wir Inhaber der Betriebsgenehmigung sind und bleiben“, erklärte Harald Callsen. Er erinnerte daran, dass der Verein vor gut zwei Jahrzehnten nach dem Weggang des Aufklärungsgeschwaders 52 das Feld räumen und auf seinen heutigen Standort nordwestlich von Leck wechseln musste. „Das hat uns über 200  000 Euro und unzählige Arbeitsstunden unserer Mitglieder gekostet, die letzte Rate ist gerade bezahlt“, sagte der Vorsitzende. Nun kehre man also zu den Wurzeln zurück. Doch dabei wünsche er sich Unterstützung, denn: „Einen erneuten Umzug werden wir weder finanziell noch personell leisten können.“

Auf der Jahreshauptversammlung machte Kassenwart Leve Kühl anhand eines Zahlenwerkes deutlich, dass die Sportflieger gut gewirtschaftet haben. Die Rücklage werde für unvorhergesehene Reparaturen benötigt, wie es hieß, denn: „Das kostet erfahrungsgemäß meistens nicht nur wenige Euro.“

Der Verein mit seinen 122 Mitgliedern, davon zehn Jugendliche, verfügt derzeit über je drei Segel- und Motorflugzeuge.

Im Berichtsjahr haben die Sportflieger an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen wie beispielsweise an der „Ralley zwischen den Meeren“. Von 19 Teams starteten allein fünf aus Leck, und das sehr erfolgreich: den Landesmeistertitel holten sich Torsten Andersen und Rainer Christiansen, Fin Reichert und Hauke Carstensen kamen auf Platz zwei, Oliver Buchholtz und Hans-Joachim Storm auf den dritten Platz. Weiterhin unternahmen zehn Vereinsmitglieder einen mehrtägigen Ausflug nach Pilsen in Tschechien, auf Pellworm wurden anlässlich des Hafenfestes Rundflüge angeboten und der Nachwuchs nahm am Jugendvergleichsfliegen teil. Das Highlight bildete wieder der „Flugtag für Menschen mit Behinderung“ mit rund 360 Gästen. Callsen lobte den Einsatz der zahlreichen Helfer, die zum Gelingen der Aktion beigetragen hatten.

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