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Renovierung in Leck : Mehr Platz für die Kleinen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindehaus und Kita in Leck werden für 2,2 Millionen Euro saniert. Kindergarten bekommt 340 Quadratmeter großen Anbau.

Voll in Handwerkerhand befinden sich derzeit das Gemeindehaus und der Kindergarten „Schwalbennest“ in der Süderstraße in Leck: Die Einrichtungen der evangelischen Kirchengemeinde werden von Grund auf saniert und erweitert – für rund 2,2 Millionen Euro.

Mit der Fertigstellung rechnen die Verantwortlichen im Juli oder August.

„Wir hatten die Sanierung des Gemeindehauses schon länger angedacht und dafür gespart“, sagte Pastor Peter Janke. Er habe es jedoch für sinnvoll gehalten, die Bauarbeiten mit denen im Kindergarten zu koordinieren.

Dafür waren aber zunächst einige Umzüge notwendig: Im Gemeindehaus räumten beispielsweise die Konfirmandengruppen ihren Platz. Die jungen Leute durften solange Gast sein in der Katholischen Kirche, die ebenso dem evangelischen Frauenkreis Domizil gewährte. Das Beratungs- und Behandlungszentrum (BBZ) des Diakonischen Werkes fand Unterschlupf im Rathaus.

In Privathäusern trafen sich indes die Pfadfinder, die jetzt in der wärmeren Jahreszeit auch viele Aktivitäten im Freien unternehmen. Im Juli soll die heimatlose Zeit vorbei sein und das „Schmuckstück unter Reet“ wieder bezogen werden können.

Seither schalten und walten die Handwerker im Gemeindehaus: Die veraltete Elektrik wich den Varianten nach heutigem Sicherheitsstandard, ein neuer Estrich für den Fußboden musste her, ebenso eine neue Gas-Heizung und zum Teil neue Fenster. Zudem wurden sogenannte energetische Maßnahmen – also die Modernisierung des Gebäudes zur Minimierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Lüftung – durchgeführt sowie der alte Vorbau am Eingang durch einen neuen, größeren Windfang ersetzt. „Aus Sicherheitsgründen für die Kindergartenkinder, die hier jeden Tag ein- und ausgehen, haben wir uns für einen seitlichen Eingang entschieden“, erklärte Pastor Janke. Das Mobiliar in der Küche mit seinem Charme der 70er-Jahre wird jetzt modernen Schränken und Geräten weichen, die sanitären Anlagen werden komplett ausgewechselt und auch alle Möbel im Hause.

Zusammen kostet das alles rund 620  000 Euro – von denen 95  000 Euro der Kirchenkreis Nordfriesland übernimmt. Hinter dem Gemeindehaus startete gleichzeitig ein weiteres großes Projekt: Das seit 50 Jahren existierende „Schwalbennest“ muss unbedingt den heutigen Anforderungen an moderne Kindertageseinrichtungen angepasst werden, sagte der Geschäftsführer des evangelischen Kindertagesstättenwerks Nordfriesland, Christian Kohnke. „Außerdem benötigt die Gemeinde Leck dringend weitere Betreuungsplätze. Wir schaffen Platz für eine Krippengruppe mit zehn Plätzen.“

Die grundlegende Sanierung des alten Gebäudes und die Errichtung des 340 Quadratmeter großen Anbaus sollen rund 1,5 Millionen Euro kosten – Bund und Land fördern die Maßnahme mit 453  000 Euro. Fast eine Million Euro muss die politische Gemeinde daher hinblättern, zu denen die Kirche 64  000 Euro aus der Baurücklage beisteuert.

Für dieses große Vorhaben mussten die Küken aus dem „Schwalbennest“ ausfliegen. Die „Enten“, „Mäuse“ und „Pinguine“ sowie die „Dino“-Nachmittagsgruppe fanden Unterschlupf in der „Schule ohne Schüler“ (ehemalige Frieda-Erichson-Schule). Aus Platzmangel im Stammhaus hat die seit anderthalb Jahren bestehende „Katzen“-Gruppe Räume in der Grundschule an der Linde bezogen, wo sie bis zum Ende der Bauzeit auch bleiben wird.

„Wir danken allen, die uns während der fast einjährigen Bauzeit unterstützen“, sagte der Geschäftsführer. Trotzdem freuten sich sowohl die Verantwortlichen als auch die Kinder auf den Umzug in den frisch renovierten Kindergarten im August.


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erstellt am 19.Mai.2017 | 11:01 Uhr

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