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Niebüll : Mehr Parkplätze für Einkaufskunden

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Um die Geschäfte in der Innenstadt zu fördern, will die SPD auf dem Marktplatz mehr Raum für Kurzzeitparker reservieren.

Der Autofahrer an sich ist träge und neigt dazu, körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Jeder Schritt ist lästig, weshalb er beim Parken auch die Plätze bevorzugt, die möglichst dicht am Ziel liegen. Für das große Park-Areal am Niebüller Marktplatz bedeutet dies, dass vor allem die Stellflächen am ZOB als erstes belegt sind. „Im Grunde würden die Autofahrer am liebsten direkt ins Geschäft reinfahren“, weiß Holger Jessen (SPD), Vorsitzender vom Bau- und Verkehrsausschuss sowie HGV-Geschäftsführer. „Weil das aber nicht geht, nehmen sie diese Plätze.“

Und so kommt es, dass bereits morgens um 9 Uhr für Kunden, die in die Stadt zum Einkaufen wollen, keine Stellplätze mehr auf dem Marktplatz unweit der Hauptstraße frei sind. Jessen vermutet, dass vor allem Angestellte der umliegenden Büros sowie Mitarbeiter der Geschäfte die Parkplätze selbst nutzen. Auch einige Schüler des Friedrich-Paulsen-Gymnasiums könnten zu den Dauerparkern zählen. Um die Stadt aber kundenfreundlicher zu machen, werden diese womöglich künftig ein paar Schritte mehr machen müssen.

Zusammen mit dem Umwelt- und Wirtschaftsausschussvorsitzenden Peter Schumann (SPD) vollzog Jessen jüngst eine Begehung des Marktplatzes, mit dem Ziel, eine Lösung für das dortige Parkproblem – das schon seit Jahren die Gemüter beschäftigt – zu finden. Die beiden sind sich sicher, dass die Errichtung von weiteren Kurzzeitparkplätzen den erwünschten Erfolg bringen könnte. Rund ein Dutzend solcher Plätze sind bereits im Norden sowie im Süden der Fläche vorhanden. Vorschlag der SPD ist es, das Parkraum-Angebot für die Innenstadtkunden durch eine Ausweisung von mehr Kurzzeitparkplätzen zu verbessern – und zwar auf dem zentrumsnahen Drittel des Marktplatzes. Auf 40 Plätzen darf dann nur mit Parkscheibe zwei Stunden geparkt werden. Zeit, die laut Jessen für einen Einkauf genügt.

„Wir sehen in dieser einfachen, nur durch Beschilderungen umzusetzenden Maßnahme einen preiswerten und zugleich wertvollen Beitrag zur Belebung der Niebüller Innenstadt und der anliegenden Geschäfte“, heißt es dazu in einer Sitzungsvorlage.

Die Kontrolle der Parkzeiten ist dann Angelegenheit des Ordnungsamts. „Denn so einen Maßnahme macht nur Sinn, wenn sie auch konsequent verfolgt wird“, sagt Jessen. Er hofft, dass der Vorschlag der SPD heute in der Sitzung der Stadtvertretung (19 Uhr, Rathaus) auf Zustimmung trifft und betont: „Nichts ist so gut, dass es nicht auch verbessert werden könnte. Wer in der Innenstadt shoppen möchte, soll es so einfach und bequem wie möglich haben.“

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erstellt am 24.Feb.2016 | 11:27 Uhr

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