Niebüll : Mehr Parkplätze für Besucher

Platznot: Die Parkenden stellen ihre Fahrzeuge immer häufiger auch auf der Fläche für Wohnmobile ab - im Sommer ein Problem. Foto: stb
Platznot: Die Parkenden stellen ihre Fahrzeuge immer häufiger auch auf der Fläche für Wohnmobile ab - im Sommer ein Problem. Foto: stb

Vor einem Jahr wurden die Pläne zur Erweiterung des Marktplatzes zurückgestellt. Neuer Versuch geplant.

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19. Februar 2013, 11:04 Uhr

Niebüll | Seit Jahren ist die Situation auf dem Marktplatz katastrophal. Zwar wird seit dem Aufstellen der Schilder, sie sichern eine Spur für Fahrzeuge, die den Platz befahren oder wieder verlassen wollen, etwas geordneter geparkt, dennoch ändert das nichts an fehlender Stellfläche. Geparkt wird mittlerweile auch rund um die Sani-Station. Hier können Wohnmobilisten ihre Chemie-Toiletten entleeren. Spätestens, wenn sie wieder in großer Zahl auf der benachbarten Fläche am Hallenbad parken, wird es jedoch eng.

"Eine Erweiterung des Parkplatzes wurde bis zur Verabschiedung des Generalverkehrsplans zurückgestellt", erklärte Karl-Heinz Schmidt unlängst während einer Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. Der Plan wird am 10. April in der Verwaltung zur Vorlage vorbereitet und soll am 25. April die Stadtvertretung passieren. Solange will Schmidt aber nicht warten. "Wir können im Mai nicht mehr beraten." Denn: Anschließend sei Kommunalwahl, danach konstituiere sich die neue Stadtvertretung, dann folge die Sommerpause. "Dann haben wir ein Jahr verloren. Das ist so nicht zumutbar", sagte der Ausschussvorsitzende. Er hat sich von der Situation vor Ort mehrfach ein Bild gemacht, sieht dringenden Handlungsbedarf und will einen neuen Vorstoß wagen. "Ich habe mir da Gedanken gemacht und auch mit dem Handels- und Gewerbeverein gesprochen. Er ist sehr daran interessiert, dass hier etwas passiert." Noch vor dem Sommer soll, gehe es nach ihm, eine Erweiterung umgesetzt sein. Die finanziellen Mittel (80 000 Euro) sind bereits in den Haushalt gestellt, erinnerte Schmidt.

Gescheitert war das Projekt bisher daran, dass auf dem betreffenden Grundstück an der Kreuzung Tondernstraße/Lornsenstraße Waldohreulen ihr Zuhause gefunden hatten. Das war vor einem Jahr. Damals regte sich aus der Bevölkerung und seitens der Naturschützer bei Bekanntwerden der Pläne Widerstand. Lorenz Jessen (SSW) jetzt: "Warum soll das Stück geschont werden? Bloß, weil diese paar Eulen mal da waren?"

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