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Wahl zum Menschen des Jahres : Mehr Lebensfreude mit Tanzsport

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Außergewöhnliches Engagement im Alltag: Sonja Stümer ist eine von vier Kandidaten für die Wahl zum Menschen des Jahres 2014

shz.de von
erstellt am 07.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Zwei gebrochene Halswirbel waren es, die Sonja Stümers Leben nachhaltig veränderten. Mit 15 verletzte sich die junge Sportlerin des TSV Rot Weiss Niebüll beim Training. Diese Erfahrung war für sie ein Wendepunkt: „Vorher habe ich schon sehr viel Sport getrieben und war begeisterte Leistungsturnerin. Doch nach dem Unfall kamen mit Zweifel.“ Erst durch die ständige Angst vor einem weiteren Sportunfall wandte sich die Schülerin ganz dem ungefährlicheren Tanzsport zu. Statt nach dem Abitur an der Friedrich Paulsen Schule zum Studium aus Nordfriesland abzuwandern und Ärztin zu werden, entschied sich Sonja Stümer schließlich für den Beruf der Tanzlehrerin. „Ich wollte damals so viel – habe mich dann festgelegt und weiß heute, dass das Tanzen meine Berufung ist.“ Heute betreibt die gebürtige Itzehoerin seit mehr als 20 Jahren ein Tanzstudio in Niebüll und ist damit für viele untrennbar mit dem kulturell-sportlichen Leben der Stadt verbunden. Besonders in diesem Jahr erntete die Tanzlehrerin viel Lob: Sie führte ihre Tanzformation „Move it up“ im italienischen Cervia (Adriaküste) bei den erstmals ausgetragenen Titelkämpfen im HipHop und Videoclip völlig unerwartet zum dort ausgelobten „Weltmeister-Titel“.

Die Tanzlehrerin Sonja Stümer bringt die Region aber nicht nur in ihrem Niebüller Tanzstudio in Bewegung. Abseits des Tanzbodens engagiert sich die zierliche Frau auch für das Gemeinwesen: So geht etwa die Idee für die 1. Niebüller Tanz- und Shownacht am Sonnabend, 1. November, auf ihr Konto. Die Ticket-Einnahmen der Veranstaltung flossen an den Förderverein der Carl-Ludwig-Jessen Schule und die Jugendarbeit des TSV Rot Weiss Niebüll. Die Idee, in der Stadt Niebüll wieder einen festlichen Ball zu veranstalten, hat einen Nerv getroffen: Schon vor Beginn der Großveranstaltung in der Stadthalle waren keine Eintrittskarten mehr zu bekommen – eine Abendkasse gab es nicht. „Wir wollten mit dem Abend an Tanzveranstaltungen alter Tage anknüpfen“, erklärt Stümer das Konzept. Seit über zehn Jahren habe es keinen öffentlichen Ball mehr gegeben, rechnet die Tanzlehrerin vor. „Es wurde Zeit, dass wir einen Ball haben, für alle.“

Neben diesem festlichen Abend, dessen Einnahmen für den guten Zweck bestimmt waren, engagiert sich Sonja Stümer auch über das normale Maß für ihre Tänzerinnen: So fließen die Gagen der erfolgreichen Tanzformation „Move it up“ nicht in die Privatschatulle der Tanzlehrerin: Mit dem Geld werden den jungen Tänzerinnen Startgelder, Kostüme und Anreise für Turniere bezahlt. „Für viele Eltern ist das schon eine besondere Belastung“, weiß Stümer. Trotzdem will sie den Jugendlichen diese Erfahrungen ermöglichen: „Die Lebensqualität lässt sich durch Sport und Tanz steigern.“

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