Mehr Hausbesuche: Erstes Fazit der Dorfkümmerer in Neukirchen

Das Koordinations-Team: Harald Gley, Dorothee Hansen und Thomas Dose ( v. li.).
Das Koordinations-Team: Harald Gley, Dorothee Hansen und Thomas Dose ( v. li.).

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11. Mai 2015, 12:55 Uhr

Unter dem Motto „Wir helfen uns selbst – Neukirchen hilft sich untereinander“ startete vor elf Monaten die Aktion Dorfkümmerer. Federführend hierfür sind die politische Gemeinde in Person des stellvertretenden Bürgermeisters Thomas Dose sowie der DRK-Ortsverein mit der stellvertretenden Vorsitzenden Dorothee Hansen. Mit Gerd Kempe und Harald Gley gehören dem Koordinations-Team mittlerweile vier Personen an.

Während der DRK-Mitgliederversammlung gab es nun ein erstes Fazit von Thomas Dose. Er sprach von gewissen Anlaufschwierigkeiten und auch etwas Frust, denn neben zahlreichen Anfragen konnte man nur in etwa zwölf Fällen helfen. „Wir müssen einen langen Atem haben und aktiver werden“, warb Thomas Dose um mehr Zusammenarbeit. Auch sprach er sich für mehr Hausbesuche aus, denn „nicht nur reden, auch sehen ist wichtig“.

Bisher stehen schon zehn Helferinnen und Helfer für vielfältige Angebote in allen Bereichen bereit. Hierzu gehören Hilfe im Haushalt, Garten, Behördenangelegenheiten mit Anträgen und Formularen – und auch „nur“ der einfache Besuch mit einem Schnack oder vielleicht sogar vorlesen. Das gilt nicht nur für Senioren, sondern ebenfalls für andere Personen, insbesondere auch für die Integration. Aber auch auf die immer schlechter werdende Infrastruktur im ländlichen Bereich, insbesondere beim öffentlichen Personen-Nahverkehr wollen die Beteiligten versuchen, zu reagieren.

Zur Koordination der Hilfsangebote und Hilfenachfragen ist im Haus der Vereine eine Geschäftsstelle als zentrale Ansprechstelle eingerichtet. Hier steht jeden Dienstag und Donnerstag von 9 bis 11 Uhr ein Ansprechpartner zur Verfügung, auch unter der Telefonnummer 04664/983406, Interessierte können ebenfalls auf einen Anrufbeantworter sprechen. Thomas Dose, der auch an Netzwerktreffen mit Kümmerern aus anderen Gemeinden teilnimmt, würde sich über weitere Anfragen von Hilfesuchenden freuen: „Es kostet nichts und was wir tun, machen wir gerne.“


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