Feuerwehr : Mehr Einsätze für Leck

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Stark gestiegene Einsatzzahlen haben die Feuerwehrleute in Leck zu jeder Tages- und Nachtzeit in Atem gehalten.

shz.de von
15. Januar 2018, 10:00 Uhr

Stark gestiegene Einsatzzahlen haben die Feuerwehrleute zu jeder Tages- und Nachtzeit in Atem gehalten. Während sie im Vorjahr 57 Mal ausrückten, wurden sie in 2017 genau 77 Mal alarmiert. „Das ist gut ein Drittel mehr und entspricht statistisch gesehen anderthalb Einsätzen pro Woche“, rechnete Wehrführer Tobias Kaim auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Leck vor.

Der Grund für diesen Anstieg konnte nicht ausgemacht werden. Dafür gliederte Tobias Kaim die Einsätze auf: 23 Mal wurde die Wehr zu Bränden gerufen, darunter zu zwei Großbränden. Technische Hilfe leisteten die Aktiven 37 Mal. Hier war alles vertreten von Verkehrsunfällen über Personen in Notlagen bis hin zu auslaufenden Flüssigkeiten. Zu überörtlichen Einsätzen rückten die Feuerwehrleute acht Mal nach Achtrup, Stadum, Braderup, Oster-Schnatebüll/Klintum und Hörup aus. Einen besonderen Dank schickte Tobias Kaim an alle Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter für diese Einsätze freigestellt hatten.

Um diese unterschiedlichsten Einsätze bewältigen zu können, bedurfte es guter Aus- und Fortbildung. 39 Feuerwehrmänner und –frauen nahmen an neun Lehrgängen teil. Aber auch die Bevölkerung wurde unterrichtet: 95 Kinder und 72 Erwachsene ließen sich über Brandschutz aufklären. Dafür opferten Ralf Sörensen und sein Team knapp 60 Stunden ihrer Freizeit. Außerdem halfen die Uniformierten bei etlichen Veranstaltungen im Ort und luden ihrerseits die Bürger zum traditionellen Maibaumaufstellen.

Der Wehrführer dankte ausdrücklich den passiven Mitgliedern für ihre finanzielle und ideelle Unterstützung und bescheinigte der Gemeinde als Dienstherr: „Die Verantwortlichen haben immer ein offenes Ohr für die Belange der Wehr und zum Wohle der Lecker Bürger.“ So komplettiert ein neues zweites Mehrzweckfahrzeug seit vorigem Jahr den Fahrzeugpark, weiterhin wurden gelb-rote Einsatzschutzhosen und -jacken angeschafft. Damit alle Aktiven damit ausgestattet sind, bitten sie um die restliche neue Bekleidung. Auf der Wunschliste stehen auch einige Maßnahmen im Bereich der Gebäudeunterhaltung.

Aus der Jugendwehr wechseln Patrick Kaim und David Christiansen in die aktive Wehr, Alexander Manshon aus Enge-Sande kommt dazu und neu aufgenommen wurden Oke Becker, Kai Haaf und Christian Wieck. Das Probejahr hinter sich haben Marvin Grünberg und Andreas Mommsen. Nun zählt die Einsatzabteilung sechs Frauen und 66 Männer. Ihr Durchschnittsalter beträgt 40,5 Jahre. Der Ehrenabteilung gehören 27 Senioren an, in der Nachwuchswehr befinden sich sechs Mädchen und 23 Jungen. Somit zählt die Lecker Wehr 133 Mitglieder.

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Kai Nielsen wurde als stellvertretender Wehrführer bestätigt, Frank Tellermann bleibt Zugführer 1, Andreas Ulze übernimmt die Führung der 3. Gruppe und Dirk Hinz den Posten des Atemschutzgerätewarts. Als stellvertretende Jugendwarte agieren Timo Süßmann (Wiederwahl) und Sascha Andresen (neu).

Beförderungen und Ehrungen sind das Salz in der Suppe einer Jahresversammlung: Olaf Becker ging als frischgebackener Brandmeister nach Hause, Gerrit Jessen ist nun Oberlöschmeister. Zu Löschmeistern ließen sich Jörg Kühl und Florian Petersen befördern, zu Hauptfeuerwehrmännern Birger Trappe, Patrick List und Patrick Wendl.

Jahresspangen für langjährige Mitgliedschaft erhielten Rudi Bewernik, Günther Heuer und Gerhard Pistor. Sie sind der Feuerwehr ein halbes Jahrhundert treu geblieben. 30 Jahre dabei sind Thorsten Homann und Kai Nielsen. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Marcel Crusius, Dunja Sörensen und Hauke Witte geehrt, für zehn Jahre Andre Kolendowicz, Jan Pilz, Johann Paulsen und Patrick Wendl.

Lobende und anerkennende Worte hatten Bürgermeister Andreas Deidert, Bürgervorsteherin Sabine Detert sowie Rüdiger Petersen von der Polizeistation Leck mitgebracht. Ute Rusdorf vom Handels- und Gewerbeverein und Ingo Ehlers vom Bürgerfestverein füllten die Kameradschaftskasse ein wenig auf.


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