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Hospiz: Erweiterung geplant : Mehr Aufgaben und mehr Platz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins „Stationäres Hospiz“ brachte personelle und organisatorische Veränderungen mit sich

von
erstellt am 15.Jun.2016 | 05:15 Uhr

Die Grundstücke Westersteig 2 (Standort des Wilhelminen-Hospizes) und Marktstraße 11 (hier befindet sich noch ein Fahrradgeschäft) sind wieder vereint. „Das ganze war einmal ein Flurstück“, berichtete Carsten Thiesen, Vorsitzender des Fördervereins Stationäres Hospiz, nun in einer Mitgliederversammlung. Ein Blick in die Katasterunterlagen hätte dies ergeben. Als es vor einiger Zeit zum Kauf angeboten wurde, gab es keinen Zweifel: „Der Grunderwerb war für uns ein Muss.“ Also erwarb die gGmbH das Grundstück, finanziert über den Förderverein. 50  000 Euro des Kaufpreises wurden über einen Kredit finanziert. Langfristig ist geplant, das alte Gebäude Marktstraße 11 abzureißen und das Wilhelminen-Hospiz auf der dann frei gewordenen Fläche zu erweitern. „Ein Zeitplan ist noch ungewiss“, so Carsten Thiesen. Für die derzeitigen Pächter ändert sich erst einmal gar nichts. Sie können ihr Geschäft vorläufig weiterbetreiben.

Auf die Frage, was mit dem ebenfalls zum Wilhelminen-Hospiz gehörenden „Underwood“-Haus im Westersteig 6 – es dient derzeit unter anderem dem Ambulanten Hospizdienst als Büro- und Seminarhaus – geschehe, antwortete der Vorsitzende: „Wenn wir Immobilien schaffen, werden wir auch Immobilien abgeben.“

Christel Tychsen, Geschäftsführerin des Wilhelminen-Hospizes, ergänzte in ihrem Bericht dazu, geplant sei, sobald der Anbau fertig sei, vom Westersteig 6 in das neue Gebäude zu ziehen und das „Underwood“-Haus dann zu veräußern. „Eine Erweiterung vor Ort ist eine gute Gelegenheit, die Lage hervorragend.“ Der Anbau wird dringend benötigt. Die Trauerarbeit, auch die für Kinder und Jugendliche, sei gewachsen, und auch der Ambulante Hospizdienst profitiere sehr vom Hospiz. Geschaffen werden sollen in einem Anbau auch weitere Zimmer für die Gäste des Wilhelminen-Hospizes. „Das Haus war 2015 durchaus gut belegt“, so Christel Tychsen. Es gebe fast immer Wartelisten. „Es gibt Gäste, die nicht zu uns kommen können, weil wir keinen Platz mehr haben.“ Dem wolle man entgegenwirken. „Aber bis dahin ist es noch ein bisschen hin. Man kann nicht alles auf einmal planen.“

Veränderungen brachten auch die übrigen Tagesordnungspunkte mit sich. Aus dem Aufsichtsrat schied die Vorsitzende des Gremiums, Andrea Bockholt. Sie gehörte zusätzlich der Initiativgruppe und dem Vorstand an. „Du hast nie mit deiner Meinung hinter dem Berg gehalten, warst offen und ehrlich“, lobte Carsten Thiesen und dankte ihr mit einem Blumenstrauß und einem Präsentkorb. „Ich kehre dem Hospiz nicht den Rücken“, beruhigte Andrea Bockholt die Versammlung. „Ich nehmen nur eine Auszeit von den Funktionen.“ Sie werde auch weiterhin ehrenamtlich mitarbeiten.

Durch eine Satzungsänderung faktisch aufgelöst wurde der Aufsichtsrat. Die beiden verblieben Mitglieder wurden in den Vorstand gewählt, der gleichzeitig um zwei Beisitzerposten erweitert wurde. „Das bedeutet die Ausschaltung einer Kontrollinstanz“, merkte ein Anwesender kritisch an und stimmte gegen die Satzungsänderung. Carsten Thiesen dazu: „Die Kontrollfunktion übernimmt in dem Gesellschaftervertrag der Vorstand.“

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