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Freiwilliges Kulturelles Jahr in Niebüll : Mehr als nur ein Job

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein Jahr lang plant und organisiert Marie Wilke im Niebüller Kulturbüro Projekte für Jugendliche

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 05:00 Uhr

„Ich habe lange überlegt, was ich machen könnte“, sagt Marie Wilke. Nun führte sie ihr Weg nach Niebüll. Die 18-Jährige kommt aus dem niedersächsischen Vechta, hat dort gerade das Abitur an einem Mädchengymnasium abgeschlossen. Zuhause ist sie in einer etwa 3 000 Einwohner zählenden Gemeinde. Jetzt leistet in Niebülls Kulturbüro ihr Freiwilliges Kulturelles Jahr (FKJ). Eine gute Vorbereitung für ihre weiteren beruflichen Werdegang. Wohin geht die Reise? „Es sollte in die kreative, künstlerische Richtung gehen.“ Kulturjournalistin oder Kunstpädagogin wären da zwei Möglichkeiten für eine Berufswahl. „Mal sehen, was sich so ergibt.“

Nach Niebüll ist Marie Wilke über eine Bewerbung auf einem Online-Portal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gekommen. FKJ-Stellen waren rar, der Träger schlug ihr dann das Kulturbüro in Niebüll vor. Jetzt hat sie ihren Platz im Rathaus. Marie Wilke ist zum ersten Mal in Nordfriesland und übrigens nicht, was viele Bürger mit Blick auf den Nachnamen vermuten, mit Südtonderns Amtsdirektor Otto Wilke verwandt. Aber das ergibt sich schon aus ihrem Herkunftsort. „Ich wollte schon immer mal eine längere Zeit am Meer verbringen – nicht nur im Urlaub“, bekennt die FKJ-lerin. Doch für einen Spaziergang ans Wasser muss sie sich ein Auto leihen – oder die neg-Bahn nach Dagebüll nutzen. „Ich bin eine bekennende Stadtradlerin“, sagt sie in Hinblick auf die derzeit laufende und am Sonntag endende Aktion Stadtmarketings und auch als Hinweis auf ihre Sportlichkeit. Sie hat sich beim TSV Rotweiß Niebüll der Zumba-Fangemeinde angeschlossen. „Das macht mir viel Spaß.“

Kontakt zu den übrigen FKJ-lern, FÖJ-lern (Freiwilliges Ökologisches Jahr) und FSJ-lern (Freiwilliges Soziales Jahr) in der Region pflegt sie schon jetzt, ebenso zu Freunden. Sie ist auch im Haus der Jugend zu finden. „Ich finde, es ist eine tolle Einrichtung, in der man sich direkt willkommen fühlt.“ Es werde in jedem Fall gemeinsame Aktionen und Angeboten geben. Privat gehören ihre Leidenschaften neben dem Musik hören auch dem Malen auf Leinwand. Marie Wilke liebt Poetry-Slams, schreibt selber Gedichte. „Ich trage sie auch gerne vor“, gesteht sie lachend. „Aber in der letzten Zeit hat es sich nicht ergeben.“

Welche Aufgaben werden nun in den kommenden zwölf Monaten auf sie zukommen? Marie Wilke bereitet sich auf die Organisation des NF-Filmwinters vor. Für den Sommer 2015 plant sie ein Film-Outdoorcamp. Aber auch im Haizmann-Museum für Moderne Kunst und bei Projekten des Stadtmarketing-Managers Holger Heinke sitzt sie mit im Boot. Unter anderem soll der Kunst- Öko- und Geschichtspfad aktualisiert werden. In einem gemeinsamen Kunstprojekt mit einer der großen städtischen Schulen möchte sie für das Thema Essstörungen sensibilisieren. Diesbezüglich wird es eine Aktionswoche gemeinsam mit dem BBZ des Diakonischen Werkes geben. Weiterhin ist sie Kraft ihrer Funktion bei Sitzungen des HGV dabei, beteiligt sich aktiv auch an den Aktivitäten des verkaufsoffenen Sonntags am 21. September.

Das Kulturbüro für Jugendliche im Rathaus ist übrigens montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr, donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Wer ein dringendes Anliegen hat, erreicht Marie Wilke auch nachmittags. Die Telefonnummer des Büros: 04661/601720, E-Mail-Adresse: kulturbueroniebuell@freenet.de.

 

 

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