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Projekt-Woche : Manege frei für den Mitmach-Zirkus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In ihrer Projektwoche werden die Klixbüller Grundschüler zu Artisten, Clowns und Fakiren: Heute Abend ist die Abschlussvorstellung.

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erstellt am 10.Apr.2014 | 07:30 Uhr

Der Zirkus ist in der „Stadt“ und in der Grundschule Klixbüll nichts wie sonst: 97 Mädchen und Jungen tauschen in dieser Woche die harten Schulbänke mit der schillernden Welt von Artisten, Clowns & Co. Vier Tage trainieren sie beim Mitmach-Zirkus Zaretti und überzeugen heute Abend mit tollen Leistungen. Um 17.30 Uhr heißt es: „Äußerste Ruhe bitte, Spannung, es geht los ...“

Bei einem Zirkus die Hauptpersonen spielen, in andere Rollen schlüpfen, an die eigenen Grenzen gehen – das war seit langem der Wunsch von vielen Schülern. Im Schülerparlament wurde das besprochen, vom Elternbeirat gemeinsam mit dem Lehrerteam beschlossen. Das Fragezeichen hinter der Finanzierung konnte weggewischt werden: Der Freundeskreis zeigte sich großzügig, Spenden wurden gesammelt, Schüler backten, tanzten, sangen auf verschiedenen Aktionen, um die Erlöse auf das Konto „Zirkus“ zu packen. Schließlich gaben noch einige Gemeinden ihren Obolus dazu. Die Projektwoche mit besonderem Flair konnte beginnen.

Am Montag wurden die Schüler bereits beim Aufbau der Zirkus-Stadt und der Gestaltung im großen runden Zelt mit eingebunden. Wer wollte was machen? Einteilungen mussten sein, bevor es täglich drei Stunden ans Üben ging. Die Zirkus-Familie Maatz hatte alles fest im Griff und heimste sich nicht nur bei der Schulleiterin Edeltraud Dahmani Lob ein: „Das sind Spontan-Pädagogen. Sie gehen sehr professionell mit den Kindern um.“ Das Lob kam prompt zurück aus dem Munde von Zirkusdirektor Philipp Maatz: „Es sind tolle Kinder hier. Die können sich gut konzentrieren.“

Der „Zirkus Zaretti“ ist ein reines Familienunternehmen und besteht seit Generationen. Seit 1986 tourt er im Hamburger Bereich und in ganz Schleswig-Holstein vorrangig als Mitmach-Zirkus von Schule zu Schule. „Es ist schön, wenn man etwas weitergeben und den Nachwuchs für die Zirkuswelt begeistern kann“, meinte Philipp Maatz. Schwiegersohn Adriano Maatz fügte hinzu: „Die Kinder sollen einfach mal Spaß haben und auch über sich hinauswachsen“. Mit ihren Ehefrauen Manuela und Loreen schaffen sie es spielend, die Jüngsten zu begeistern, sie zu motivieren und das Selbstvertrauen zu stärken.

Edeltraud Dahmani schwärmte außerdem: „Dieses Projekt stärkt die Gemeinschaft, fördert das Wir-Gefühl und zeigt Talente, die im Unterricht nicht zutage treten“. Jedes Kind könne etwas besonders gut – und das komme hier zur Geltung. In der Tat: Jener glänzt in der Boden-Akrobatik oder beim Bauchtanz, andere voltigieren mit Leichtigkeit auf den großen Pferden, beeindrucken mit Pony- und Ziegen-Nummern, liefern eine gewagte Fakir-Show ab oder erstaunen mittels Schwertern und Zauberkiste.

Die Luft sollte man anhalten, wenn die Trapezkünstler in zwei Metern Höhe oder mehr turnen – ohne Sicherung und doppelten Boden. Natürlich dürfen die Clowns nicht fehlen. Klar machen sie heute Abend ihre Späße mit dem Zirkusdirektor. Wer diese besondere Zirkusluft schnuppern möchte, sollte sich beizeiten auf den Weg machen: An der Abendkasse sind einzelne Karten noch erhältlich.

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