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Lykka Konietzko überzeugt beim plattdeutschen Vorlesewettbewerb

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 22.Jan.2016 | 10:43 Uhr

„Platt – ik bün dorbi!“ So lautet das Thema des plattdeutschen Vorlesewettbewerbs „Schölers leest platt“ der Grundschulkinder. Dieser Aufforderung sind auch Kinder der „Grundschule an der Linde Leck“ gefolgt, die in der von Heidi Freichel betreuten „Plattdüütsch-AG“ aktiv sind.

Die Plattdeutsch-Schüler hatten sich anhand von Texten vorbereitet, welche die Referentin für Niederdeutsch, Marianne Ehlers, ihnen an die Hand gegeben hatte. Dabei handelte es sich um zehn ausgewählte Geschichten aus der altersgerechten Vorleseliteratur niederdeutscher, in Norddeutschland ansässiger Autoren, die es verstanden haben, Mädchen und Jungen im Alter von Dritt- und Viertklässlern für lustige, spannende oder auch nachdenklich stimmende Themen zu begeistern.

Als für die Entscheidung über die Schulmeisterschaft verantwortliche Jury fungierten mehrere im Umgang mit der plattdeutschen Sprache erfahrene, pensionierte Lehrkräfte unter der Leitung von Christel Knoop und der einstigen Konrektorin der Grundschule Leck, Margot Kuchta. Sie hatten in dem festlich hergerichteten Raum die Leistungen der Kinder im Hinblick auf deren Lesefähigkeit, Aussprache und Ausdruck nach Punkten zu beurteilen.

Zunächst jedoch stellte Heidi Freichel die zum Wettkampf angetretenen sieben Kinder vor, die sich trauten, sich der Jury zu stellen. Sie begrüßten diese mit einem gesungenen „Moin-moin leeve Lüüd“ und machten sich selbst mit dem Lied „Ik bün ik“ Mut. Zu ihrer Beruhigung sollten ferner süße, knallbunte „Beruhigungspillen“ beitragen, die den Kindern ihre Anstrengungen versüßten.


Von aufgeregt bis souverän


Während die Kinder die von ihnen ausgewählten Geschichten vorlasen, wobei einigen ihre Aufregung deutlich anzumerken war, andere aber ihre Texte so souverän vortrugen, dass man merkte, dass sie diese nicht nur lesetechnisch beherrschten, sondern auch inhaltlich gut verstanden hatten, machten sich die Angehörigen der Jury Notizen.

Diese führten am Ende zu dem Ergebnis, dass Lykka Konietzko (Klasse 4a) als beste Leserin beurteilt wurde, gefolgt von Nele Nahnsen (4b) und Lina Izdebski (4a). Allen anderen Kindern, die ihre Lesekünste präsentiert hatten, wurde der vierte Tabellenplatz zugesprochen. Jedes Kind erhielt eine Teilnahmeurkunde, die drei erfolgreichsten zusätzlich ein kleines Geschenk.

Lykka Konietzko darf ihre Schule in der Lecker Bücherei bei der Entscheidung auf Landschaftsebene vertreten. Sollte sie auch dort erfolgreich abschneiden, würde sie an den Entscheidungen auf Regional- oder sogar Landesebene teilnehmen dürfen. Zunächst jedoch freut sie sich über ihren Sieg beim Wettbewerb der Kinder ihrer Schule. Als erster Gratulant schüttelte Schulleiter Jan Lietzau den erfolgreichen, fleißigen Plattdeutschschülerinnen die Hände, dem sich die Juroren anschlossen.

Der Wettbewerb wird vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund unter der Schirmherrschaft von Britta Ernst, Ministerin für Schule und Berufsbildung des Landes, zur Zeit veranstaltet. Er wird organisatorisch vom Büchereiverein Schleswig-Holstein und finanziell von den schleswig-holsteinischen Sparkassen und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein unterstützt.



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