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Luftsprung: Jugendliche nehmen die 79 800 Euro teure Skateranlage in Betrieb

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erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Niebüll | Inlineskater und Skateboarder freuen sich über ihr neues Zuhause am Westrand der Bürgerwiese. Den überwiegend jugendlichen Anhängern dieser dynamischen Bewegung auf Rollen baute die Stadt Niebüll weit abseits ihrer Wohnbebauung und außerhalb deren Hörweite eine moderne Skateanlage und beendete damit die Suche junger Skater nach einem Bewegungsfeld für ihre teilweise sehr individuelle Sportart. Diese übten sie in den vergangen Jahren teils auf der Straße, teils im Stadion oder auf dem Wendeplatz im Gewerbegebiet Nord aus. Ihr letztes Domizil mit einer Halfpipe am Stadion wurde zunehmend unattraktiver, zumal diese marode und damit gefährlich geworden war und jetzt abgetragen werden soll. Doch nun ist etwas entstanden, das den Jungen und Mädchen Freude macht.

Gedanklich forciert wurde das Projekt "Skatepark" von den jungen Leuten selbst. Bei einer Veranstaltung in der Stadthalle stellten sie ihren Wunschtraum im Modell vor und riefen zu einer Ein-Euro-Spendenaktion auf. In der Sammelbüchse klimperten am Ende immerhin 1129 Euro. Weit wichtiger noch: Es tat sich eine Gruppe von Projektpartnern zusammen, angeführt vom stellvertretenden Bürgermeister und Vorsitzenden des städtischen Ausschusses für Soziales, Jugend und Sport Bernd Neumann und dem Vertreter der Fachschule für Sozialpädagogik, des Sports und der Schulen angehörten.

Dieser Skateausschuss artikulierte das Ziel, "Kindern und Jugendlichen einen Raum zur Förderung der Gesundheit durch Bewegung und zum Erlangen sozialer Kompetenzen zu schaffen". Konkret mündete diese Zielvorstellung im Bau eines Skateparks. Und dieser ist jetzt von einen Fachfirma gebaut worden. Kaum war die Skateanlage fertig, wurde sie auch schon genutzt.

Auf einer 28 mal 12 Meter großen asphaltierten Fläche ist eine "in Nordfriesland einmalige" Skateanlage (Zitat Bernd Neumann) entstanden, in die nach Wünschen und Vorschlägen der Kinder und Jugendlichen etliche zum Skaten übliche Ein- und Aufbauten installiert wurden. Die Anlage kostet 79 800 Euro und wird mit 32 700 Euro gefördert.

Die neue Anlage für die Jugendlichen soll am 31. Mai noch offiziell eingeweiht werden. Doch "eingeweiht" haben sie die Jungen und Mädchen längst auf ihre Art - auf Inlineskatern und Skateboards.

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