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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 12:06 Uhr

Luftsportverein bleibt im Aufwind

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Mitgliederstärke hat sich im abgelaufenen Jahr weiter positiv entwickelt / Segelflieger-Nachwuchs ist weiterhin stark gesucht

von
erstellt am 23.Feb.2015 | 11:17 Uhr

Mit 27 Aktiven und 32 Passiven ist die Mitgliederzahl entgegen dem Trend vergleichbarer Clubs beim Luftsportverein Südtondern (LSV) leicht angestiegen. Dieses berichtete der Vorsitzende Hans-Ulrich Henningsen während der Jahresversammlung im Fliegerheim auf dem Aventofter Segelflugplatz. Aufgrund der guten Witterung konnte die Flugsaison bereits am 25. Januar beginnen, der letzte Start war am 30. November.

Insgesamt erfolgten 743 Starts mit den acht Segelflugzeugen und 453 Starts mit den beiden Motorseglern. Dabei absolvierte man, laut Auflistung der Geschäftsführerin Christel von Eyss, 375 Flugstunden. Zehn Flugschülerinnen und -schüler befanden sich in der Ausbildung zum Erwerb eines Luftfahrerscheins für Segelflugzeugführer, wie Ausbildungsleiter Adalbert Schulz berichtete. Dabei wurden an den Wochenenden 80 Stunden Theorie gebüffelt und bei 360 Ausbildungsflügen von April bis Oktober 107 Stunden geflogen. In der Reisemotorseglerausbildung wurden insgesamt 22 Stunden mit 64 Starts geflogen.

Drei Mitglieder haben es zum Alleinflug geschafft, einer konnte die C-Prüfung fliegen, zwei haben in Bremen bei der Bundesnetzagentur die Prüfung zum Erwerb des Sprechfunkzeugnisses erfolgreich abgelegt, und einer hat beim Verkehrsministerium in Kiel die theoretische Prüfung zum Erwerb des Luftfahrerscheins für Segelflugzeugführer bestanden. Hans-Ulrich Henningsen sprach einen besonderen Dank an die Ausbilder für ihr „Riesen-Engagement“ aus, ebenso an die Mitglieder für die Gestaltung des Flugbetriebes und die Winterarbeit. Wie er mitteilte, konnte der Pachtvertrag für das Segelfluggelände mit dem Deich- und Hauptsielverband als Grundstückseigentümer verlängert werden, zwar zu etwas höheren Konditionen, dafür übernimmt der Verpächter aber künftig die Grabenreinigung um das Gelände.

Für Abwechslung im Vereinsleben sorgten ein Flugtag für Senioren aus zwei Pflegeheimen, die Besichtigung des Airbus-Werkes in Hamburg, ein Grünkohlessen und der Neujahrskaffee.

Bei der Jahresnachprüfung gab es keine Mängel bei den Flugzeugen und auch das Windenfahrzeug ist wieder einsatzbereit, teilte der Technikreferent Matthias Dubbik mit. Es wurden vier neue Fallschirme mit Automatik-Leine angeschafft und die beiden anderen Schirme erfolgreich überprüft. Umwelt- und Pressereferent Claus von Essen hat die Vereins-Homepage aktualisiert und gab bekannt, dass nur noch die schwarz-weißen Piktogramme gültig sind.

Der Verein hat laut Kassenwart Stefan Czipulowsky eine Rücklage gebildet, da in 2018 alle Funkgeräte komplett erneuert werden müssen. Etwas „schwächeln“ tut derzeit die Jugendgruppe. Doch man hofft, durch die Flugwochen in der anstehenden Saison weitere junge Mitglieder zu gewinnen. Segelflugreferent Wilhelm Merzenich forderte für 2015 mehr Überlandflüge zu absolvieren, auch wenn dabei mal eine sogenannte Außenlandung riskiert wird. Einer Satzungsänderung bezüglich der Regelung zur Aufwandsentschädigung stimmte die Versammlung zu. Weiter ist die Anschaffung eines guten gebrauchten Aufsitzrasenmähers für das Fliegerheimgelände vorgesehen.

Bei den turnusgemäßen Wahlen wurden die bisherigen Amtsinhaber Hans-Ulrich Henningsen, Christel von Eyss, Matthias Dubbik und Liegenschaftsreferent Manfred Skorloff einstimmig für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Die Geschäftsführerin wird dabei künftig von Jan Jendrziak unterstützt. Neben Flug- und Schnupperwochen auf dem Segelfluggelände nimmt der LSV mit Flugzeugen und Abordnungen im Mai beim Babytreffen (so heißt ein Flugzeugtyp) in Achmer bei Osnabrück sowie an den beiden Vintage-Glider-Club-Events in den niederländischen Orten Venlo und Terlet teil. Der Vorsitzende erinnerte die Vereinsmitglieder noch an den sonnabendlichen Arbeitsdienst jeweils ab 9 Uhr.

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