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Nordfriesland Tageblatt

19. November 2017 | 19:05 Uhr

Luft nach oben bei der Hundesteuer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ordnungsprüfung auf Fehlbedarfszuweisung für das Haushaltsjahr 2013 ergibt: Die Gemeinde Ladelund bekommt weniger als gedacht

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2015 | 12:18 Uhr

Auf der jüngsten Sitzung der Ladelunder Gemeindevertretung richtete Bürgermeister Rüdiger Brümmer einen dringenden Appell an alle Hundehalter, ihre Vierbeiner ordnungsgemäß anzumelden und fällige Hundesteuern zu entrichten. Auch müssten die öffentlich und – zusammen mit Abfallgefäßen – gut sichtbar angebrachten Spender von Tüten für Hundekot besser genutzt werden, um der häufig beklagten Verunreinigung von Gehwegen und Vorgärten entgegenzuwirken.

Ein weiteres Thema der Sitzung war das Ergebnis der im Zusammenhang mit dem Antrag auf Gewährung einer Fehlbedarfszuweisung für das Haushaltsjahr 2013 durchgeführten Ordnungsprüfung. Es wurde offiziell einstimmig zur Kenntnis genommen. Da der strukturelle Fehlbetrag – wie im Jahre zuvor – unter 80  000 Euro lag, war der Kreis Nordfriesland für die Gewährung einer Fehlbedarfszuweisung zuständig. Aufgrund des deutlich geringeren Unterschusses wird der Neubau des Feuerwehrgerätehauses nicht mehr gefördert. Der von der Gemeinde ausgewiesene Fehlbetrag in Höhe von 67  380 Euro wurde deutlich gekürzt, unter anderem, weil die Gemeinde die möglichen Einnahmen bei der Hundesteuer nicht voll ausgeschöpft hat. Der Betrag des anerkannten Fehlbedarfs beläuft sich nur noch auf 39  425 Euro.

Zur Gruppenstruktur der Kindertagesstätte Ladelund am August 2015 wurde mitgeteilt, der Kita-Ausschuss empfehle nach Rücksprache mit der Leitung der Einrichtung, die jetzige Gruppenstruktur beizubehalten. Zur Zeit besuchen 62 Kinder in zwei Regelgruppen, einer altersgemischten Gruppe und einer Krippengruppe die Kindertagesstätte. Der Vorschlag des Ausschusses wurde einstimmig befolgt.

Da die Gemeinde verpflichtet ist, im Baugebiet Nr. 4 einen Stichweg von „Alten Weg“ zu zwischenzeitlich bebauten Grundstücken noch auszubauen, kamen die Gemeindevertreter überein, zwei Fahrspuren sowie die Zufahrtstrompeten zu bepflastern. Darüber hinaus sollen einige Absackungen im „Alten Weg“ ausgebessert werden.

Der Bau-, Natur-, Umwelt- und Wegeausschuss hatte sich auch mit der Sanierung der sanitären Anlagen im Naturbad befasst und empfahl nun, statt der Installation neuer Edelstahlduschen die vorhandenen Duscharmaturen reparieren zu lassen und die Fliesenseifenschalen auszubessern. Dadurch würden die voraussichtlichen Kosten von zirka 4000 Euro auf etwa 1200 Euro abgesenkt werden. Die Gemeindevertretung beschloss einstimmig, der Empfehlung des Ausschusses zu folgen.

Der stellvertretende Bürgermeister Hans-Heinrich Petersen berichtete in seiner Eigenschaft als Schulverbandsvorsteher über den aktuellen Sachstand des Anbaus der Kindertagesstätte. Der Estrichboden sei eingebracht worden. Die Verkleidung des Gebäudes sei leider noch nicht möglich gewesen, da die hierfür erforderlichen Profile noch nicht fertiggestellt seien.

Bürgermeister Brümmer teilte die Beschlüsse mit, die im nichtöffentlichen Teil der vorangegangenen Gemeindevertretersitzung getroffen wurden: Ihm sei die Ermächtigung erteilt worden, mit der „Schleswig-Holstein Netz AG“ im Zusammenhang mit der Gasversorgung einen Wegnutzungsvertrag abzuschließen. Auch seinen zwei Grundstückskaufverträge genehmigt worden. Zudem erinnerte der Gemeindechef an den stolzen Erfolg der örtlichen Christlichen Pfadfinder, die bei einem landesweiten Wettbewerb zur Auffindung und Sicherung von Spuren aus der Zeit des Nationalsozialismus den 2. Preis errungen hatten. Sie hatten Zeitzeugen nach deren Erinnerungen an das Außenlager Ladelund des KZ Neuengamme befragt und von deren Aussagen Tondokumente angefertigt (wir berichteten).

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