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Lüdemann-Theater zu Besuch: Spaß am laufenden Band

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 15.Sep.2014 | 09:14 Uhr

Traditionell im Herbst ist im Charlottenhof das Lüdemann-Theater, das Improvisationstheater aus Kiel, zu Besuch. Das Trio mit Alexander – Gaststar war diesmal Torsten von der „Steifen Brise“ aus Hamburg – und dem Niebüller Andreas Schauder bewies wieder einmal Schnelligkeit, Wortwitz und Esprit; daraus entstanden kurze Szenen, ein Mix aus Comedy, Theater und Interaktion. Zunächst bekamen die Zuschauer die übliche Einweisung, Gefühle durften geäußert werden: Kreischen, Trampeln, Johlen.


Ein Tiername für den direkten Nachbarn


Dann wurden Scherze mit den Vornamen getrieben, die Besucher stellten sich vor; der direkte Nachbar wurde mit einem Tiernamen bedacht. Derartig aufgelockert ging stimmungsmäßig sofort die Post ab. Als ein Zuschauer sich durchaus erinnern konnte, ein Haustier besessen zu haben, ihm aber der Name nicht mehr einfiel, war das Gelächter groß. Wer den Schaden hat, spottet eben jeder Beschreibung. Köstlich waren die Szenen, in denen Situationen in Niebüller und Lecker Geschäften nachgestellt wurden. Klar war hier natürlich, dass bei der Lederhexe der Witz in Richtung Sadomaso abging, aber sehr dezent – Lederhexe Rosi war selbst nicht anwesend; wäre aber gern dabei gewesen, wie sie am nächsten Tag gestand. Die genauen Kenntnisse des Bekleidungsgeschäftes riss wiederum zu Lachorgien hin. Andreas Schauder könnte dort Stammkunde gewesen sein.

Immer wieder spielten die Akteure auf Zuruf, kombinierten Möwen, Strandhotel und Katze Mimi zu schier unglaublichen Geschichten. Nur als die Sprache Latein angewendet werden sollte, passten die Schauspieler; fanden jedoch ein geniales, überraschendes Ende. Errare humanum est: Der Sprung vom Hamburger Michel! In der Pause durften die Gäste Wunschzettel ausfüllen; nun ging es weiter mit Rumpelstilzchen und Shakespeare. Karl-Heinz Knies, selbst Amateurschauspieler der Niebüller Bühne, erledigte seinen Kurzauftritt souverän. Die absolute Lachexplosion zündete eine Zuschauerin, als sie verriet, dass sie ihre Schafe „Knalli“ und „Seminarverpisser“ ruft. Diese Chance auf eine irre Story ließen sich die Schauspieler natürlich nicht entgehen. Wiederum viel Einfallsreichtum und Spontaneität brauchten sie, als Alexander von hinterrücks die Handführung für Andreas übernahm, dazu ein Gespräch mit Torsten führte. Ein Klassiker aus der Comedyabteilung, aber sehr gekonnt vorgeführt. Beifall ohne Ende zum Schluss, Zugaben gab es selbstverständlich. Ach, und man weiß nun, warum der Charlottenhof eigentlich Schallotten-Hof heißt: Weil es hier so schön schallt. Und das war besonders beim Abschluss-Applaus an diesem Abend der Fall.



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