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Jubiläum in Leck : Lob für „sympathisches und herzliches“ Theater-Team

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Plattdeutsche Ring feiert seinen 40. Geburtstag.

von
erstellt am 26.Mär.2016 | 05:30 Uhr

„Auch wenn der Plattdeutsche Ring ein kleiner Verein ist, ziehen die Laienspieler seiner Theatergruppe die Menschen aus der Region nach Leck und in die Nordsee-Akademie. Es ist ein Verein mit beachtlicher Außenwirkung“, würdigte Bürgervorsteher Andreas Deidert den Einsatz der Mitglieder. Nun feiert der Plattdeutsche Ring seinen 40. Geburtstag. Dafür gab es Lob, Schnittchen und Sekt im Rathaus. Deidert fand liebevolle Worte in der Feierstunde im großen Sitzungssaal. Bei den Aufführungen, die er gesehen habe, habe er immer großartiges Theater erlebt, sagte er und verglich die Spieler mit Profis, allesamt ein sympathisches und herzliches Team, das mit viel Freude und Engagement immer wieder aufs Neue für Unterhaltung sorgt.

Der Plattdeutsche Ring agiert unter dem Dach der Volkshochschule. Deshalb übernahm der VHS-Leiter Karl Werner die Festrede. „Aus diesem Anlass trage ich diese Krawatte: Rubinrot (in Anlehnung an die Rubinhochzeit) für 40 Jahre Plattdeutsches Theater vom Feinsten!“ In der gesamten Zeit seien 42 Theaterstücke einstudiert und aufgeführt worden. Mehr als 100  000 Besucher habe man erreicht und sich durch überragende Leistungen ein großes Stammpublikum erarbeitet. „Die Theatergruppe ist nicht nur für mich unbestritten ein Aushängeschild der Gemeinde! Ich bin sehr stolz auf euch.“

Zu den Anfängen: Der Plattdeutsche Ring unter dem Leiter Karl Lorenzen ging aus dem zuvor gegründeten Plattdeutschen Kreis hervor. Im damaligen Soldatenheim standen Vorlesungen in plattdeutscher Sprache, Geschichten und Gedichte wie auch kleine Theaterstücke auf dem Programm. Kurze Zeit später, vor 40 Jahren, wurde die Theatergruppe ins Leben gerufen. Am 9. März 1976 feierten die Spieler mit „De letzte Feriendag“ Premiere. 500 Zuschauer wurden damals gezählt, heute wollen jährlich um die 2500 Menschen die Aufführungen sehen.

Als das Soldatenheim seine Türen schloss, fing die Nordsee-Akademie (früher Heimvolkshochschule) die Theatergruppe auf und bietet ihr seit 1983 ein Zuhause. Adalbert Schulz trat nach dem Tode von Karl Lorenzen in dessen Fußstapfen. Er war nun Theaterleiter, Spielleiter, Motor und unnachahmlicher Spieler auf der Bühne – bis 2007. Durch Aufgabensplittung wurden Leitung, Regie, Bühnenbau und anderes auf fünf Schultern verteilt. Klaus Reschke übernahm etwa die Leitung der Theatergruppe für fünf Jahre, seither füllt Asta Steensen dieses Amt aus. Gemeinsam mit Marion Jöhnk zeichnet sie seit diesem Jahr auch für die Regie verantwortlich. Die Vorgänger hießen Ellen Redlefsen und Joachim Janke. Doch eines ist geblieben: Bei allem Spaß am Spiel fühlten und fühlen sich die Laienspieler der Tradition des Plattdeutschen Theaters und der Pflege der niederdeutschen Sprache verpflichtet.

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