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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 15:56 Uhr

Lob für den Langenberger Forst

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Fernsehzuschauer wählten den Wald zum fünftschönsten im Norden

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 11:48 Uhr

Der Langenberger Forst ist mit rund 1000 Hektar der größte Wald in Nordfriesland – und einer der beliebtesten im ganzen Norden. Auf der Hitliste der schönsten Wälder nimmt er laut einer Abstimmung des NDR-Fernsehens Platz fünf ein. Ein Ergebnis, das Förster Jörn Frank freut. Der Langenberger Forst nimmt nach dem Naturpark Hüttener Berge, dem Harz, Darßwald und Griever Holz mit 6,7 Prozent der Stimmen den fünften Platz ein. „Das ist aber keine objektive Geschichte, sondern eher eine subjektive“, will der Förster verstanden wissen. Doch es zeige, dass sich die Bevölkerung mit dem Wald identifiziert.

Ganz so schön ist der Forst nach den Stürmen „Christian“ und Xaver“ allerdings nicht mehr. Flächenweise wurden Bäume entwurzelt. Das Acht- bis Zehnfache der Menge Holz, die ansonsten jährlich eingeschlagen wird, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Aufräumarbeiten dauern immer noch an. „Der Wald wird aber wieder schön werden“, ist sich Jörn Frank sicher.

Zu verdanken ist die bewaldete Fläche Forstdirektor Carl Emeis. Er hatte im 19. Jahrhundert mit der Aufforstung einer Fläche begonnen, die in der „Chronik des Marktortes Leck“ von Georg Koester so zitiert wurde: „Die ganze Gegend ist flach. Nur südlich von Leck zieht sich ein Höhenrücken, der Ranzelberg, vorbei. Dieser besteht aus äußerst magerem, meist Heideland, auf dem nur ganz niedrige Zwergeichen zu finden sind.“ Man schrieb das Jahr 1878, als die Provinzialverwaltung auf dem Langenberg 456 Hektar Heide- und Krattbuschland erworben hatte und von Carl Emeis bewalden ließ. 1908/10 folgten Erweiterungen und gaben dem heutigen Staatsforst seine Größe.

Entstanden ist ein Mischwald mit Eichen, Buchen, Lärchen und Fichten. Insbesondere für Wanderer und Sportler ist er mit seinem ausgedehnten Wegenetz von großer Bedeutung. Der Langenberger Forst hat so einiges zu bieten: Ein Stück des Ochsenweges verläuft durch sein Gebiet. Dieser alte Heer- und Handelsweg erlebte seine Blüte zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert. Ein großes Areal nehmen die sogenannten Fischteiche ein. Sie wurden seinerzeit terrassenförmig angelegt, um das Quellwasser der Ahlefelder und Rantzau-Höhe in die Niederung zu leiten. Ein Waldlehrpfad führt um die Teiche und insbesondere Schulklassen an die Natur heran. Die Rantzau-Höhe ist mit 45 Meter übrigens der dritthöchste Punkt in Nordfriesland.

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