Konzert in Leck : Live-Erlebnis im Leck-Huus

Stimmungsvoll: Die Besucher genossen Musik und Lichtshow im Leck-Huus.
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Stimmungsvoll: Die Besucher genossen Musik und Lichtshow im Leck-Huus.

Mehr als 200 Besucher feierten bei der „Rock’n Party Night“ mit guter Musik, aber ohne Alkohol und Drogen.

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28. Januar 2018, 19:13 Uhr

Leck | „Für zwei Euro drei Bands hören. Wie cool ist das denn?“, ruft Sänger Jan Borowski ins Mikro, das Publikum nickt anerkennend. Gunther Haar vom Haus der Jugend macht diese Konzertnacht im Bürger- und Kulturzentrum Leck-Huus möglich und mehr als 200 Leute lassen sich in beste Partylaune versetzen.

„I am Günni“ hat sich Gunther Haar ans Revers geheftet. Doch die meisten kennen den Leiter des Hauses der Jugend. Ein Jahrzehnt hatte er das Anti-Gewalt-Konzert initiiert. Das ist Geschichte, das Nachfolgeprojekt heißt „Rock’n Party Night“: Neues Konzept, neue handgemachte Musik, keine Schulbands mehr, die die ersten Gehversuche unternehmen, sondern erfahrenere Musiker und somit mehr Qualität. Genau das katapultiert das Erstlingskonzert zum Erfolg.

Zu Wagner-Klängen erklimmen der Veranstalter und Bürgervorsteherin Sabine Detert die Bühne. Letztere hat gern die Schirmherrschaft übernommen, nun wünscht sie Spaß auf ganzer Linie und bleibt länger als nur eine Weile. Schon die ersten Töne von „Marv & the Anvils“ scheinen vom Kopf über das Herz in die Knie zu rutschen. Man kann sie einfach nicht stillhalten! „Great balls of fire“ von Jerry Lee Lewis spielen sie, „Rock around the Clock von Bill Haley, Jimmy Reed und Chuck Barry lassen sie aufleben. Vintage-styled Rock’n Roll nennen die vier Jungs aus Nordfriesland ihre Musikrichtung und haben sich dementsprechend angezogen – feine Tuchhosen und legere Baumwollhemden. Sänger Marvin Jensen, Steffen Karstens an der Gitarre, Niels Mylin mit seinem Kontrabass und Drummer Henrik Petschull treffen ins Schwarze: Was die ältere Generation in den 50er- und 60er-Jahren in Ekstase versetzt hatte, begeistert nun wieder Jugend und Junggebliebene. In der Scheune wird gerockt und getwistet, während den Musikern auf der Bühne die Schweißperlen über Gesicht und Körper rinnen.

Gecovert wird bei „Dice in Motion“ nur selten. Von David Bowie haben sie sich „Moonage Daydream“ ausgesucht, ansonsten erklingen eigene Songs. Erst vor einem Jahr hat sich die Formation mit den Gitarristen Jesse Ahrens und Martin Oswald, Bassist Jurij Rutz, Jacob Hansen am Schlagzeug und Sängerin Wienke Kobarg gefunden. Die Nordlichter haben ihre Heimat zwischen Nord und Ostsee. Von einem Konzert im Flensburger „Volksbad“ erzählen sie und dass sie dieses Jahr durchstarten wollen mit alternativem Hard-Rock mit Funk- und Blues-Elementen. Auf viel Bühnenerfahrung können sie im Gegensatz zu den beiden anderen Bands an diesem Abend nicht verweisen. Lampenfieber mag man dem sympathischen Quintett verzeihen.

„The Right Season“ hat zweifellos eine Fangemeinde, die bei bekannten Stücken wie „Echoes“ lauthals mitgrölt. „Wir freuen uns, heute mal wieder live zu spielen“, sagt Sänger Jan Borowski. Die Band probt in Niebüll und hat sich lange auf ihr erstes Album konzentriert, das im Sommer herauskommt. Daraus haben sie ein paar neue Songs am Start. Ihre Rock- und Popmusik stammt ausnahmslos aus eigener Feder und sorgt für Superstimmung. Der Schlagzeuger ist derselbe wie bei „Marv & the Anvils“: Henrik Petschull. Es geht ab auf und vor der Bühne, die Konzertbesucher genießen das akustische wie auch optische Live-Erlebnis: Maik Jared Fechner legt eine gigantische Lichtshow hin.

„Die Leute zeigen, dass sie auch ohne Alkohol und Drogen feiern können. Es ist eine runde Sache“, bilanziert Gunther Haar. Seinen Dank schickt er nicht zuletzt an die Nospa für die finanzielle Unterstützung sowie an „Calli Schaschlik“ für das Catering Backstage.

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