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Liebe, Geldgier und eine zweifelhafte Abmachung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 16.Nov.2014 | 12:53 Uhr

Komödie oder Tragödie? Vor dieser Frage stand der 12. Jahrgang der Friedrich-Paulsen-Schule in der Mensa. Dort gastierte das englischsprachige White Horse Theatre aus Soest/Westfalen mit Shakespeares „Kaufmann von Venedig“, und zwar weitgehend in dessen Originalsprache. Es hieß höllisch aufzupassen, um auch die Feinheiten in den spritzigen Dialogen mitzubekommen.

Zum Inhalt: Bassiano, der ein Auge auf die reiche Portia geworfen hat, ist pleite. Doch Antonio, etwas mehr als nur sein Freund, will helfen. Er leiht er sich Geld vom Kredithai Shylock. Dieser fordert von Antonio, falls er nicht pünktlich zurückzahle, ein Pfund Fleisch aus seinem Körper. Portia darf nur den heiraten, der das richtige von drei Kästchen wählt. Bassiano hat Glück mit seinem Kästchen. Dieses bleibt Antonio versagt, weil er den Kredit nicht zurückzahlen kann. So wetzt Shylock schon mal das Messer, das er freilich wieder einstecken muss, weil bei diesem Handel kein Blut fließen darf.

Shakespeares Geschichte wirft Fragen auf, deren Antworten Deutungen generieren, die weit in die Gegenwart hineinreichen. Etwas Komödiantisches gab’s allerdings auch: das Rollenhopping der vier jungen Engländer, die es schafften, gleich acht Parts auf die Bühne zu zaubern.

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