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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 06:55 Uhr

Leuchtende Kinderaugen als Dank

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 24.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Kindern in der Tschernobyl-Region zu helfen – diese Herzensangelegenheit hat Frauke und Paul Martin Nissen aus Niebüll erneut nach Weißrussland geführt. „Unsere Koffer waren unter voller Nutzung des zulässigen Gewichts bis zum letzten Gramm randvoll gepackt mit Labormaterial, Batterien, Hörgeräten, Winterkleidung und Leckereien für die Kinder“, berichten die Initiatoren der „Niko Nissen Stiftung“.

An Schulen und Kindergärten in Weißrussland haben die Niebüller Eheleute und andere Unterstützer auch in diesem Jahr vielen Kindern geholfen: Sie brachten neue Hörgeräten mit und reparierten alte Apparate, machten Hörteste und programmierten die Hörgeräte entsprechend der Schwerhörigkeit der Kinder.

„Die leuchtenden Augen der Kinder, die zum ersten Mal oder nun verbessert hören konnten, war reichlicher Lohn dafür. Auch das Wissen darum, dass wir ihnen die Chance gegeben haben, eine reguläre Schule erfolgreich zu besuchen, einen Beruf zu erlernen und somit ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, sagt Frauke Nissen. Einige Beispiele: Eines der „Kinder“, die Ende der 1990-er Jahre ein Hörgerät bekommen haben, ist Informatiker geworden, und zwei weitere haben ein Studium erfolgreich abgeschlossen.

Die Reise nach Weißrussland galt auch den „Suppenküchen-Kindern“ in Pinsk. Diese Kinder stammen aus sozial schwachen Familien, deren Leben von Alkohol abhängigen Eltern, von Gewalt, Hunger und Missbrauch bestimmt wird. Für diese Kinder sei es nun nach jahrelangen Bemühungen gelungen, eine Wohnung zu finden, die in naher Zukunft gemietet oder gekauft werden und Zufluchtsort und Anlaufstelle für diese Kinder sein könne.


Ferien in Niebüll zum ersten Mal nicht möglich


Bisher kamen zudem jährlich 25 dieser Kinder zur Erholung nach Niebüll. Allerdings: „Leider wird dies nach nun achtzehn Jahren 2014 zum ersten Mal nicht möglich sein, da wir keine Unterkunft gefunden haben. Darum werden wir den Kindern einen Ferienaufenthalt vor Ort finanzieren.“

Etwas erschöpft sind Frauke und Paul Martin Nissen nach Niebüll zurückgekehrt. „Was jedoch gibt es Wichtigeres, als sich für das Wohl von Kindern einzusetzen?“, fasst Frauke Nissen zusammen. Ein großer Dank gelte dem Team vor Ort, sowie auch Helfern und Spendern in Deutschland.

Unterstützung für die Tschernobyl-Hilfe der Niko Nissen Stiftung: Volksbank Niebüll, Konto-Nr. 785 62 02, Bankleitzahl: 217 635 42

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