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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 12:33 Uhr

Letzte Sitzung mit Wehmut und Stolz

vom

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erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

NIEBÜLL | Ein bisschen Stolz, ein bisschen Wehmut und auch ein bisschen Erleichterung prägten die letzte Sitzung der Niebüller Stadtvertretung in dieser Legislaturperiode. Es war der Stolz auf das Erreichte, Wehmut und Erleichterung bei jenen Stadtvertretern, die nicht wieder kandidieren.

"Es waren fünf unheimlich spannende Jahre, die die Stadt nach vorne gebracht haben", fasste Bürgermeister Wilfried Bockholt am Ende der Sitzung das Ergebnis der fünfjährigen Arbeit zusammen und dokumentierte das mit einer Bilderschau. Er erinnerte an den Arbeitskreis Energie und die Umsetzung des lokalen Klimaschutzprogramms, zu dem der Windpark, die Biogasanlage und der Bürgersolarpark beitragen. "Wir stehen zum Brandschutz." Dieses Versprechen wurde umgesetzt mit der Erweiterung der Feuerwache im Peter-Schmidts-Weg, der Anschaffung einer Drehleiter und dem Neubau des Langstofter Gerätehauses. Kinderspielplätze, das Thema Bürgerbeteiligung, der Um- und Erweiterungsbau der Regionalschule, Sportentwicklungsplanung, das Projekt Wehle mit neuen Gebäuden und Umgestaltung waren nur einige von vielen weiteren Punkten, die auf der Tagesordnung der Ausschüsse und der Stadtvertretung standen, beraten und umgesetzt wurden. Dafür dankte Bürgermeister Wilfried Bockholt den Kommunalpolitikern und machte deutlich, dass dies alles ehrenamtlich geleistet wurde. "Weiß das eigentlich jeder bei den Anfeindungen, dass das Freizeit ist?".

Das in Bildern zusammengefasste Ergebnis bekamen Bürgervorsteher Uwe Christiansen und die Stadtvertreter zum Abschluss in Form eines kleinen Albums überreicht. Auch Bürgervorsteher Uwe Christiansen zog Bilanz nach fünf Jahren "im ersten und schönsten Amt der Stadt". Bei seinem Antritt habe er sich respektvollen Umgang gewünscht, dieser Wunsch sei beherzigt worden. "Genießen Sie Ihr Mehr an Freizeit", rief er jenen Stadtvertretern zu, die aus dem Gremium ausscheiden werden: Gudrun Eufinger, Karl-Heinz Schmidt, Rolf Olsson, Mogens Lesch, Carsten Bannert, Christian Prenzlow, Philipp Pfeiffer, Volker Dittmann, Clemens Kewitsch und Gesche Zimmermann.

Für den Ausschuss Sozialwesen, Jugend und Sport zog Vorsitzender Bernd Neumann (CDU) Bilanz und listete Maßnahmen der vergangenen fünf Jahre auf. Das nahm Karl-Heinz Schmidt (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Bau- und Planungswesen, Umwelt und Verkehrswegeplanung, kritisch zur Kenntnis und meinte: "Wollen wir hier länger sitzen? Dann müsste ich jetzt noch ein bisschen ausholen."

Gesche Zimmermann hielt für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die bei dieser Wahl nicht mehr antreten, eine Abschiedsrede. Nach den Worten der Fraktionsvorsitzenden blicken die Grünen mit einem lachenden Auge zurück, "weil wir das Gefühl haben, einiges bewirkt zu haben". Zum Beispiel die 100-prozentige Versorgung der städtischen Liegenschaften mit Ökostrom, der nach der von den Grünen geforderten Ausschreibung von Niebüller Stadtwerken geliefert wird. "Ein bisschen traurig sind wir, weil noch viel zu tun bleibt." Besondere Freude habe das Engagement für die Stadt immer dann bereitet, wenn es in angenehmer Atmosphäre stattfand, "wenn wir miteinander wertschätzend umgegangen sind". Damit das politische Klima auch in Zukunft so gut bleibt, verteilte Fraktionskollege Clemens Kewitsch dann zur allgemeinen Erheiterung grüne Lutschbonbons.

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