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Junge Musiker : „Letzte Schritte“ und ein Album

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die preisgekrönte Band „Land in Sicht“ hat in Berlin ihren Gewinner-Song präsentiert und Kontakte geknüpft. Bald erscheint ihr erster Tonträger.

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 14:45 Uhr

In Südtondern ist die Band „Land in Sicht“ längst ein Begriff. Und auch darüber hinaus: In Rostock, Dithmarschen und sogar Berlin begeistert die Band ihr Publikum. Auf ihren Auftritt in der Bundeshauptstadt sind Poul Jacobsen, Frithjof Vogelsang, Nico Petersen und Henning Bahnsen besonders stolz: Er war Teil eines Preises, den die vier jungen Musiker bei dem deutschlandweiten Wettbewerb Nachwuchswettbewerb „Treffen junge Musik-Szene“ gewonnen haben.

Vier Tage lang haben die vier 20-Jährigen in Berlin Workshops besucht, sich mit anderen jungen Talenten ausgetauscht und ihren Gewinner-Song „Letzte Schritte“ live bei einem großen Konzert gespielt. „Besonders cool war, dass wir noch eine Zugabe geben durften – und das Publikum hat beim Refrain unseres Songs ,Wunderjahre‘ sogar mitgesungen.“

Eine ganz eigene Geschichte ist der Weg, der die vier Jungmusiker zu diesem renommierten Wettbewerb geführt hat, der von den Berliner Festspielen ausgerichtet wird und an dem schon erfolgreiche Musiker wie Philipp Poisel („Wie soll ein Mensch das ertragen?“) teilgenommen haben. „Die Veranstalter haben uns auf Facebook angeschrieben und gefragt, ob wir uns nicht bewerben wollen“, erzählt Poul, der in der Band für Gesang und Songwriting zuständig ist. Fritjof spielt Schlagzeug, Nico Bass und Hennig Keyboard und Gitarre. „Die Bewerbung haben wir auf dem Weg zu einem Konzert auf einer Raststätte irgendwo in Dithmarschen ausgefüllt. Ich wusste gar nicht, was ich unterschreibe“, ergänzt Henning.

Umso größer war dann die Freude, als die Gewinn-Nachricht kam. Aus 137 Bewerbungen hat eine unabhängige Jury aus Musikern, Journalisten und Musikpädagogen sechs Solisten und fünf Bands als Preisträger erkoren, darunter auch „Land in Sicht“. „Beispielhaft und richtungsweisend“ – so war das Urteil über die Musik der die vier Südtonderaner, die aus Leck, Niebüll und Risum-Lindholm kommen. Das Profi-Equipment, das ihnen im Haus der Festspiele zur Verfügung stand, hat sie beeindruckt, genauso die Bühne, das Zusammenspiel mit den anderen Preisträgern und nicht zuletzt die Tipps der Profis. „Unser Coach hat uns zum Beispiel geraten, noch mehr mit dem Publikum in Kontakt zu treten“, berichtet Nico. Sehr gelobt worden seien sie für ihre Texte. Die „Land in Sicht“-Stücke sind ausschließlich auf Deutsch. Damit könne man zwar gut Botschaften transportieren, aber das Publikum würde auch sofort hören, wenn ein Text nicht rund sei, sagt Poul. Ihre Rock-Pop-Lieder handeln von Liebe und Einsamkeit, aber von Freude am Leben und dem Aufbruch ins Ungewisse.

Mitgebracht von ihrem Aufenthalt in Berlin haben die Bandmitglieder nicht nur eine Urkunde, sondern auch jede Menge Erfahrungen und – besonders wichtig in der Musikbranche – Kontakte. „Wir haben uns wie richtige Musiker gefühlt“, sagt Henning im Rückblick. Ihr Traum: „Von der Musik leben zu können“, sind sich die vier jungen Musiker einig. Noch jedoch folgen sie dem guten Rat der Eltern, „auch noch etwas anderes zu lernen“. Fritjof und Poul gehen noch zur Schule, Henning studiert und Nico macht ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Gleichzeitig gehen sie ihren musikalischen Weg erfolgreich, haben bereits Sponsoren und einen Produzenten von sich überzeugt, in Kürze erscheint das erste Album von „Land in Sicht“: „Dann würden wir gern eine Release-Party in Leck oder Niebüll machen.“ Wer die Band schon vorher hören und sehen will, hat dazu am Freitag, 6. Dezember, von 18.15 bis 19 Uhr Gelegenheit: Falls ein eventueller Orkan es zulässt, spielt „Land in Sicht auf der Bühne des Niebüller Weihnachtsmarkts.


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