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Nordfriesland Tageblatt

24. Oktober 2017 | 12:27 Uhr

Leidenschaft zum Beruf gemacht

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Bademeister Henry Thiedke arbeitet in der Dünen-Therme und wollte schon immer etwas rund ums Schwimmen machen

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

St. Peter-Ording | Unsere Schule hatte eine einwöchige Fahrt nach St. Peter-Ording unternommen. Im Rahmen dieser Woche besuchten wir, die dritte Klasse der Norddörferschule auf Sylt, auch die Dünen-Therme. Wir verbrachten dort einen aktiven und erlebnisreichen Nachmittag. Besonderen Spaß hatten wir an den drei Wasserrutschen, von denen uns die Turbo-Hochgeschwindigkeitsrutsche am besten gefiel. Unsere Aufgabe war es, den Bademeister, Henry Thiedke, zu interviewen.

Herr Thiedke, Sie sind Meister für Bäderbetriebe und leiten die Dünen- Therme. Können Sie uns in wenigen Worten erzählen, was die Dünen-Therme ist?

Die Dünen-Therme ist ein Freizeit- und Erlebnisbad hier an der Westküste in St. Peter Ording.

Von außen haben wir gesehen, dass die Therme an einigen Stellen einer Baustelle gleicht. Was wird denn gebaut?

Gut beobachtet! Ein zwei Jahre andauerndes großes Bauprojekt mit dem Namen "Dünen-Therme 2013" erweitert nach Beendigung der Baumaßnahmen das Angebot des Bades und soll für noch mehr Badespaß, Gesundheit und Wellness sorgen. Ihr habt ja schon heute an den neuen Rutschen viel Spaß gehabt - und ich habe euch ordentlich lachen gehört.

Das ist bestimmt ziemlich teuer?

Oh ja! Ungefähr elf Millionen Euro sind dafür geplant.

Herr Thiedke, es interessiert uns, wie Sie auf den Beruf des Meister für Bäderbetriebe gekommen sind?

Ich bin in einer Schwimmmeisterfamilie in Berlin groß geworden und sozusagen im Schwimmbad aufgewachsen. Ich habe eine besondere Verbindung zum Wassersport. Meinen ersten Schwimmwettkampf hatte ich schon mit sieben Jahren, und auch als Wasserballsportler habe ich viel im Schwimmbad trainiert. Ich war sogar Europameister. Einen anderen Beruf hätte ich mir gar nicht vorstellen können.

Wie wird man Meister für Bäderbetriebe?

Meister für Bäderbetriebe ist ein Ausbildungsberuf. Nach einem erwünschten Realschulabschluss folgt eine dreijährige Ausbildung in vielen Bereichen - wie beispielsweise in Schwimmen, Rettung, Verwaltung und Marketing. Danach ist man Fachangestellter für Bäderbetriebe. Zum Meister wird man später!

Wie lange sind Sie schon in diesem Beruf?

Schon über 42 Jahre und ich habe es immer gern gemacht.

Haben Sie schon Menschenleben gerettet?

Oh ja! Nicht nur einmal. In der Osterwoche haben wir einem zweijährigen Jungen das Leben gerettet. Nach zwei Tagen Klinikaufenthalt konnte er dann wieder nach Hause. Manche überschätzen ihre Kräfte und geraten dadurch in Gefahr. Es ist vorgeschrieben, regelmäßig Fortbildungen in erster Hilfe zu machen.

Haben Sie einen Defibrillator?

(lacht) Selbstverständlich! Dieses kleine Gerät kann Leben retten und ist darum sehr wichtig. Er ist einfach in der Anwendung, jeder kann ihn bedienen. Man klebt zwei Pflaster auf die Brust und der Computer sagt dann, wie man weiter vorgehen muss.

Es ist schon einmal passiert, dass durch zu viel Chlor im Wasser blonde Haare grün geworden sind. Überprüfen Sie auch die Wasserqualität?

Ja, zweimal täglich wird das Wasser getestet, außerdem wird durch einen Wasserkreislauf das Wasser täglich einmal gewechselt. Grüne Haare dürfte es also nicht geben.

Wir haben gelesen, dass hier auch viele Events stattfinden. Welche?

Um nur einige zu nennen: Kindergeburtstage mit Animation, Aquajogging, sportliche Wettkämpfe, wie Staffelschwimmen. Alles will organisiert sein, und dafür bin ich auch verantwortlich.

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