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Sommerserie Südtondern : Lehr-Reich für Große und Kleine

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In loser Folgen stellen wir besondere Orte und Aktion in Südtondern vor – heute das Naturkundemuseum in Niebüll.

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2017 | 17:14 Uhr

Das Niebüller Naturkundemuseum steht an der Grenze zum Ortsteil Deezbüll, 500 Meter muss der Neugierige vom Rathausplatz Richtung Süden laufen. Das tun pro Jahr an die 4000 Naturfans, die sich über die nordfriesische Flora und Fauna informieren wollen.

Schon im Foyer des ehemaligen Hotels wird der Besucher über das Angebot aufgeklärt. Wege gibt es mehrere. Der erste Schritt führt zum Tresen, der heute von der neuen Freiwilligen im ökologischen Jahr, Ronja Huf, besetzt ist. Sie klärt auf, wo was zu finden ist.

„Wir möchten unsere Museumsgäste mit der Ausstellung zu Besuchen in der Natur anregen“, sagt Museumleiter Carl-Heinz Christiansen. Hoch führt die steile Treppe – ein Fahrstuhl ist immerhin in Planung. Ober angekommen, tut sich eine neue Welt auf. Im systematischen Rundgang stößt man auf 400 Quadratmetern alle paar Schritte auf unzählige Tiermodelle. Diese sind thematisch geordnet, dazu gibt es viele erklärende Tafeln. Alles, was man wissen muss über Möwe & Co. Die Präsentation ist kurzweilig. Manchmal fühlt man sich wie bei einem Spaziergang über die Wiesen und Felder der Geest, Marsch und durch den Wälder. Fuchs, Hase oder Iltis – alles ist dabei. Sogar ein transparenter Bienenstock mit tausenden Insekten wird gezeigt. Keiner darf fehlen: Die heimische Krähe wird gewürdigt – auch das gehört dazu.

Neben dem stillen Betrachten gibt es auch plötzlich unerwartete Gegröhle. Huch! Was ist das? Wer es einmal naturnah haben möchte, kann sich in einem Extraraum Tierstimmen anhören. Ein interaktives Erlebnis, fast wie im dunklen Wald. Getoppt wird das nur durch die spielerische Krabbenkrebsekletter-Aktivität. Da können sich Kinder mit den Eltern messen, wer schneller klettern lässt. Carl-Heinz Christiansen ist es fast peinlich, als er gesteht, dass dies der Renner sei. Doch eine Pause muss sein. Infomaterial für Naturausflüge und tolle Führungen liegen aus. Fast 90 Jahre alt ist der erfahrene Führer, Peter-Lorenz Hartwigsen. Zu seinen Touren kommen bis zu 25 Teilnehmer – so wie gerade am Kahlebüller See passiert.

Schnell wird beim Weitergehen klar: Man kann auch spielerisch Fragestellungen nachgehen. An diesen besonderen Stationen gibt es in erster Linie Antworten. Nach dem Besuch des Extraraums im Naturkundemuseum muss jedoch die Frage, ob Fische sprechen können, verneint werden. Die Vielfalt unter Wasser ist erstaunlich: Da tummeln sich die heimischen Süßwasserfische in Aquarien. Hier kann man in Ruhe zuschauen und genießen. Oder aber die Sonderschau besuchen: „Heimische Nachtfalter - graue Motten oder unbekannte Schönheiten?“ Der Schmetterlingsspezialist Dr. Detlef Kolligs aus Flintbek zeigt eine bemerkenswerte Bilderschau über die flatternden Schönheiten. Mit einer überraschend farbigen Nachtfalter-Ausstellung rückt der Biologe die Nachtinsekten ins rechte Licht. Die Foto-Schau ist verlängert worden, bis auf Weiteres. Eine große Attraktion – auch bei Touristen – ist derzeit das Bernsteinschleifen, immer dienstags und donnerstags, Beginn um 10 Uhr. Museums-Öffnungszeiten sind im Sommer von 14 bis 17.30 Uhr. Hauptstraße 108, www.nkm-niebuell.de.

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